Ungewöhnliche Schlafstätten liegen im Trend

Reichlich Abwechslung auf Reisen


Auf dem Baum, unter Wasser oder im Leuchtturm - ungewöhnliche Schlafstätten liegen im Trend

Schlafen im LeuchtturmWem Schlafen im eigenen Federbett zu öde ist, der findet auf Reisen in originellen Hotels reichlich Abwechslung: Besonders die Holländer haben einige Orte, die auf den ersten Blick eher nicht zum Schlafen einladen, in Hotels für Gäste mit dem etwas anderen Anspruch umfunktioniert.

Der Leuchtturm gehört dabei bereits zu den weniger originellen Schlafstätten. Der Leuchtturm in Harlingen steht zwischen Land und Watt und ragt hoch über die alte Hansestadt. Hier lässt sich die Einsamkeit und Ruhe des Leuchtturmwächters für einige Nächte hautnah mitzuerleben.


- Anzeige -

Ebenfalls in Harlingen direkt im Hafen steht außerdem ein ausgedienter Kran, der zunächst nur mit der Leuchtschrift „Wonder boven Wonder“ (Wunder über Wunder) auf sich aufmerksam macht. Rechts und links befinden sich zwei Aufzüge, die den Gast (mehr als drei dürfen es nicht sein) in wenigen Sekunden runde 50 Meter in die Höhe befördert. Oben erwarten den schwindelfreien Gast auf knappen zehn Quadratmetern neben dem Bett eine Zweierdusche mit farbig wechselnden Lichtspielen, eine Bar sowie eine vom Wind umbrauste Dachterrasse. Der Clou des Minihotels: Mithilfe eines Hebels lässt sich der Kran in Bewegung setzen und um die eigenen Achse drehen. Fragt sich nur, wann bei dieser tollen Aussicht tatsächlich geschlafen wird.

Im Hafen von Stavoren checken die Gäste im „Hotel De Vrouwe van Stavoren“ ein und beziehen dann nebenan eins von vier Schweizer Fässern. Jeweils 15.000 Liter Wein fassten diese einst und bieten heute Platz für ein großzügiges Doppelbett nebst kleinem Wohnbereich mit Fernseher, Radio und Telefon sowie eine Dusche und eine Toillette.

Übernachten im Baumhaus SternenguckerDoch auch in Deutschland ist der Trend zum etwas anderen Hotel mittlerweile angekommen. Im Baumhaushotel im niedersächsischen Solling stehen vier geräumige Baumhäuser in circa vier bis fünf Metern Höhe. Je zwei Bäume tragen die Last der Häuser, wobei weitere Stützen absolute Sicherheit garantieren. Jedes dieser Häuser bietet vier Schlafplätze und ist in einem anderen Stil erbaut. Da gibt es „Die Burg“, die von Zinnen umsäumt ist und auf dem Freisitz eine tolle Aussicht bietet. Mitten durch das achteckige „Rundhaus“ wächst eine mächtige Buche, im „Sollingblick“ hat man von der Terrasse oder vom Hochbett aus einen besonders schönen Blick über das Sollingtal und im „Sternengucker“ schließlich kann man - wie der Name schon sagt - vom Schlafplatz aus die Sterne beobachten; vorausgesetzt die Bäume und die Wolken geben den Blick frei.

Jules Undersea LodgeFür finanzkräftige Reisende, die es noch eine Spur extravaganter lieben, ist vielleicht „Jules Undersea Lodge“ in Florida das Richtige. Neben 250 Dollar pro Nacht sollte der Gast allerdings auch einen Tauchschein in der Tasche haben. Der ist Vorschrift, denn die Zimmer liegen in neun Metern Tiefe auf dem Meeresgrund, eingerichtet im Metallbauch einer stillgelegten Unterwasser-Forschungsstation.

In Südindien schläft man im Himmelbett auf einem 30 Meter hohen Feigenbaum, in Finnisch-Lappland zahlt man 80 Euro um einmal im eisigen Iglu zu übernachten und in der Schweiz? Im beschaulichen Luzern hat man 1998 das Zentralgefängnis in ein Hotel umgewandelt. Ab 95 Euro erhält man hier Metalltüren, spartanische Pritschen und natürlich schwedische Gardinen. Wer's mag?!

VGW 313