Bücher-Tipps unserer Literatur-Expertin Christine Nouikat
Mit unserer Rubrik wollen wir Sie, lieber Leser, auf angenehme Lektüre aufmerksam machen, die Sie sanft ins Reich der Träume gleiten lässt – erotisches Prickeln inbegriffen.
Wir präsentieren Ihnen nicht nur das Neueste, aber garantiert das Beste! Besuchen Sie uns regelmäßig, denn wir halten ständig nach guten Büchern Ausschau, die sich leicht lesen lassen und trotzdem Tiefgang haben.
Joachim Becker
Immer wieder erscheint Fachliteratur rund um das Bett und seine Geschichte. Das bisher beste und stilistisch ansprechendste Werk dieser Art ist zweifellos Anthony Burgess’ „Wiege, Bett und Recamier“. Das neuste Werk legt nun Joachim Becker vor – und verspricht, das Thema so umfassend wie nie zuvor zu behandeln.
Dan Simmon:
(Heyne)
„Das Geheimnis des Edwin Drood“ war der letzte Roman, an dem Charles Dickens vor seinem Tod 1870 arbeitete – er hat es nie vollendet. Seither ranken sich zahlreiche Theorien um die Frage, wie das Schicksal von Drood ausgehen sollte. Dan Simmons hat daraus einen großartigen historischen Roman gemacht, der von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Allerdings ist Vorsicht geboten: Wer dieses Buch im Bett liest, der wird eine kurze Nacht erleben – denn es ist schwer, es wieder aus der Hand zu legen.
Charlotte Ueckert:
(FIXPOETRY)
Es gibt nichts gemütlicheres, als abends im Bett ein gutes Buch zu lesen. Meistens fällt die Wahl dabei auf einen Krimi, einen spannenden Thriller oder Ähnliches – auf jeden Fall auf einen Roman. Aber warum eigentlich? Wie wäre es mal mit Gedichten? Viele trauen sich das vielleicht deshalb nicht, weil sie sich noch gut daran erinnern, wie sie zur Schulzeit mit Gedichten gequält wurden, andere wissen gar nicht, dass auch heute noch zahlreiche Autoren Gedichte schreiben, die mindestens genauso lesenswert und entspannend sind wie ein guter Roman…
Elmar Ferber:
(Per H. Lauke)
Von Paris an die Cote D’Azur zur Zeit der Filmfestspiele in Cannes – Elmar Ferbers Roman "Der Tangotänzer oder Die Seufzer des Bandoneons" entfaltet vor mittsommerlicher mediterraner Kulisse einen hintersinnigen Kampf der Geschlechter, in dessen Zentrum der Tango steht, der sowohl der Liebe als auch dem Krieg symbolisch Ausdruck verleiht.
Dan Simmon:
(Heyne)
Dan Simmons ist ein Autor, von dem Stephen King einmal gesagt hat, dass er ihn beneidet. Faszinierend ist seine Vielseitigkeit: Mit "Hyperion" schuf er einen SciFi-Meilenstein, mit "Olympos" nahm er sich der griechischen Mythologie an, er schrieb gesellschaftskritische Romane, Agententhriller und mit "Sommer der Nacht" einen der besten Horrorschmöker der 90er. Mit "Im Auge des Winters" knüpft er an diesen Erfolg an.
Peter Spork: Was ist Schlaf? Und wie schläft man gut?
(rororo)
Ein Drittel des Lebens verbringt der Mensch schlafend – Grund genug diesem Thema einige Aufmerksamkeit zu widmen. Aber nicht nur auf das richtige Bett kommt es an. Auch elementare Fragen können höchst interessant sein, zum Beispiel: Was ist Schlaf eigentlich? Wozu ist er gut? Und wie gelingt guter, gesunder Schlaf? Diesen Fragen geht Peter Spork in seinem „Schlafbuch - Warum wir schlafen und wie es uns am besten gelingt“ nach.
David Nicholls: Anspruchsvolle Liebesgeschichte
(Heyne)
"Zwei an einem Tag" – das klingt auf den ersten Blick schön und romantisch, und im Kern ist David Nicholls Roman (im Original "One Day" betitelt) tatsächlich eine Liebesgeschichte. Allerdings keine versöhnliche. Wer seichte Unterhaltung sucht und sich bei der Lektüre möglichst gut fühlen will, der sollte von diesem Buch die Finger lassen. Wer es etwas anspruchsvoller mag und lesen will, wie das Untier Alltag in den Funken einer romantischen Idee einbricht, der wird seine Freude haben.
Peter Spork: Schnarchen - Ursachen, Risiken, Gegenmittel
(rororo)
Schnarchen ist eine Volkskrankheit, unter der nicht nur die Schnarcher leiden, sondern auch deren Partner - und Schnarchen kann zu ernsthaften Problemen führen, sollte also nicht unterschätzt werden. Über Ursachen, Risiken und Gegenmittel klärt der Publizist Peter Spork in seinem locker geschriebenen und lehrreichen „Schnarchbuch“ auf.
Philip Roth: Empörung zur Zeit des Korea-Krieges
(rororo)
Philip Roth, der ewige Anwärter auf den Literaturnobelpreis, legt mit "Empörung" einen eindringlichen Roman über Generationenkonflikt und jugendliche Malaisen zur Zeit des Korea-Krieges vor.
Zu Beginn der 50er Jahre ist Marcus Messner neunzehn Jahre alt - und er wird bald sterben. Das ist das Leitmotiv in den jüngeren Romanen ...
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Thomas Harris: Spannender Thriller
(Heine Verlag)
Der Schriftsteller Thomas Harris ist vor allem für seine Romane rund um den Psychopathen Hannibal Lecter bekannt („Das Schweigen der Lämmer“; „Hannibal“; „Hannibal Rising“). Doch sein 1975 erschienener erster Roman „Schwarzer Sonntag“ ist ebenso lesenswert und bietet Hochspannung pur.
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Stephen King: Düstere Geheimnisse
(Heine Verlag)
Soeben ist Stephen Kings neues Buch "Zwischen Nacht und Dunkel" erschienen - pünktlich zum Weihnachtsfest. Wer auf ordentlichen Thrill steht, der sollte sich die vier neuen Novellen des Meisters anschauen. Es lohnt sich. Die perfekte Bettlektüre in kalten Winternächten.
In „1922“ gerät ein Farmer in Streit mit seiner Frau, denn die will das Weideland verkaufen und in die Stadt ziehen.
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Perihan Mağdens - Von Freiheitsdrang und Generationskonflikt
(suhrkamp taschenbuch)
Buchtipp: Perihan IstanbulPerihan Mağdens Roman „Zwei Mädchen“ ist in der Türkei längst ein Kultbuch – in Deutschland wurde es sogar mit J. D. Salingers „Fänger im Roggen“ verglichen. Die Autorin, die vor allem für ihre scharfzüngigen Kommentare in der Istanbuler Zeitung „Radikal“ bekannt ist, liefert ein eindringliches Portrait vom Erwachsenwerden. Freiheitsdrang und Generationskonflikt verbinden sich vor der Kulisse der Millionenstadt am Bosporus mit den Wirren der Pubertät.
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Anthony Burgess
Der britische Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Anthony Burgess (1917-1993), der mit seinem Roman „Clockwork Orange“ und der Verfilmung durch Stanley Kubrick Weltrum erlangte, verfasste nicht nur fiktive Werke. Bereits 1982 erschien sein interessantes kleines Buch „Wiege, Bett und Récamier“, das in einer „Kulturgeschichte des Liegens“ zugleich eine Geschichte des Bettes und des Schlafens mitliefert.
Jürg Amann:
Verlag Tisch7, Köln 2005
Aus 27 Kleinkapiteln über einen in einem anonymen Hotelzimmer stattfindenden ausgiebigen Geschlechtsakt besteht der erste Text des schmalen Erzählbandes aus der Reihe Nomaden, der zwei Erzählungen des 1947 geborenen Schweizer Autors Jürg Amann vereint. Die Pornographische Novelle will einer Sache auf den Grund gehen, die ja bekanntermaßen extrem widersprüchlich ist, wenn man dem Sinn zu geben versucht, was einen „ganz von Sinnen kommen“ lässt, um den Autor gleich zu zitieren. Man will ja nicht nur beschreiben, sondern ein Geheimnis lüften, in einen Abgrund hineinschauen, man sucht etwas, wobei man nicht weiß, ob man „eine Perle sucht oder gar nix“.
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Beate Grimsrud:
Roman, Köln 2006
Die herrliche Welt der Kindheit verfolgt uns ein Leben lang. Oft versuchen wir, sie heraufzubeschwören, um wieder vom Strudel der Sinneseindrücke mitgenommen zu werden und mit dem Universum zu verschmelzen. Das ist überaus schwierig – und geht ganz leicht, wenn man sich dabei von einem guten Buch führen lässt. Beate Grimsrud, in Stockholm lebende Norwegerin, die außer Romanen auch Erzählungen, Hörspiele, Drehbücher und Dramen verfasst, hat ein großartiges Kindheitsbuch geschrieben, mit erstaunlicher Treffsicherheit und in einer hinreißenden Sprache, deren Magie kaum zu fassen ist:
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Robert Olen Butler
Stimmen aus dem Wasserbett. Stories
Goldmann Verlag, 1998
Ziemlich abstrus ist die Idee des 1945 geborenen Pulitzer-Preisträgers, ein armes, in seine Elementarteilchen aufgelöstes Titanic-Opfer just in einer Wassermatratze fast ein Jahrhundert nach der Katastrophe sein Leid klagen zu lassen. Wetten, Sie werden nach der Lektüre der Eingangserzählung „Titanic-Opfer spricht durch Wasserbett“ einen Kontrollblick auf und unter Ihr Wasserbett werfen – sofern Sie eines besitzen?