Literaturecke: Bücher-Tipps auf Wasserbetten News
Mit unserer Rubrik wollen wir Sie, lieber Leser, auf angenehme Lektüre aufmerksam machen, die Sie sanft ins Reich der Träume gleiten lässt – erotisches Prickeln inbegriffen.
Wir präsentieren Ihnen nicht nur das Neueste, aber garantiert das Beste! Besuchen Sie uns regelmäßig, denn wir halten ständig nach guten Büchern Ausschau, die sich leicht lesen lassen und trotzdem Tiefgang haben.
Anthony Burgess
Der britische Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Anthony Burgess (1917-1993), der mit seinem Roman „Clockwork Orange“ und der Verfilmung durch Stanley Kubrick Weltrum erlangte, verfasste nicht nur fiktive Werke. Bereits 1982 erschien sein interessantes kleines Buch „Wiege, Bett und Récamier“, das in einer „Kulturgeschichte des Liegens“ zugleich eine Geschichte des Bettes und des Schlafens mitliefert.
Jürg Amann:
Verlag Tisch7, Köln 2005
Aus 27 Kleinkapiteln über einen in einem anonymen Hotelzimmer stattfindenden ausgiebigen Geschlechtsakt besteht der erste Text des schmalen Erzählbandes aus der Reihe Nomaden, der zwei Erzählungen des 1947 geborenen Schweizer Autors Jürg Amann vereint. Die Pornographische Novelle will einer Sache auf den Grund gehen, die ja bekanntermaßen extrem widersprüchlich ist, wenn man dem Sinn zu geben versucht, was einen „ganz von Sinnen kommen“ lässt, um den Autor gleich zu zitieren. Man will ja nicht nur beschreiben, sondern ein Geheimnis lüften, in einen Abgrund hineinschauen, man sucht etwas, wobei man nicht weiß, ob man „eine Perle sucht oder gar nix“.
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Beate Grimsrud:
Roman, Köln 2006
Die herrliche Welt der Kindheit verfolgt uns ein Leben lang. Oft versuchen wir, sie heraufzubeschwören, um wieder vom Strudel der Sinneseindrücke mitgenommen zu werden und mit dem Universum zu verschmelzen. Das ist überaus schwierig – und geht ganz leicht, wenn man sich dabei von einem guten Buch führen lässt. Beate Grimsrud, in Stockholm lebende Norwegerin, die außer Romanen auch Erzählungen, Hörspiele, Drehbücher und Dramen verfasst, hat ein großartiges Kindheitsbuch geschrieben, mit erstaunlicher Treffsicherheit und in einer hinreißenden Sprache, deren Magie kaum zu fassen ist:
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Robert Olen Butler
Stimmen aus dem Wasserbett. Stories
Goldmann Verlag, 1998
Ziemlich abstrus ist die Idee des 1945 geborenen Pulitzer-Preisträgers, ein armes, in seine Elementarteilchen aufgelöstes Titanic-Opfer just in einer Wassermatratze fast ein Jahrhundert nach der Katastrophe sein Leid klagen zu lassen. Wetten, Sie werden nach der Lektüre der Eingangserzählung „Titanic-Opfer spricht durch Wasserbett“ einen Kontrollblick auf und unter Ihr Wasserbett werfen – sofern Sie eines besitzen?
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Der Buch Tipp
16.02.2009 - 14:11 Uhr