Zitat:
Zitat von Katrin85
das genau das Problem. Ich habe sogar explizit gefragt warum ein Tasso Bett über 3000€ kostet und ein blue times gut 1000€ weniger und ein suma sogar 2000€ weniger.
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Du kannst hier ja mal genauer durch das Forum lesen.
Aber ich fasse das gerne mal in Kurzform zusammen wie Preise entstehen.
1. Wie ist ein Unternehmen strukturiert und ausgelastet. Stichwort Wasserkopf, Serviceabteilung, Größe der Werkstätten usw. und natürlich die Vertriebswege die etwas Auskunft darüber geben können welche Mengen umgesetzt werden.
2. Welche Rohmaterialien kommen zum Einsatz? Soll es einfach nur billig sein, solide oder soll Es eher hochwertig sein. Bei hochwertiegkeit achtet man neben der Dauerhaltbarkeit auf Umwelt- wie Gesundheitsfaktoren und die exakte verarbeitbarkeit der Rohmaterialien in der Produktion, Lagerbeständigkeit der Materialien usw.
3. Die Verarbeitung selber. Hier kann der Verbraucher ganz gut mit Schauen und anfassen sehen was er kauft. Die Passform eines 3000,- € Bett der Matratze in den Rails wird sich im Regelfall sehr deutlich von einer 1000,- € Produktion abheben. Ebenfalls kann man die Verarbeitung sehr schön bei den Covern erfühlen. Den Männern sei gesagt, vertraut auf euren Frauen oder nehmt Mama mit. Die fühlt sofort was gut ist!

3.1. Eingesetzte Patente und Firmen-Knowhow. Eine echte Ettkus-Matratze wie sie z.Bsp. bei Wohnform eingesetzt wird, darf z.Bbsp. kein anderer so Nachbauen. Hat aber auch seinen Preis der sicherlich nicht nur mit Hochwertigkeit zu begründen ist. Bei höheren Umsatzraten und ökonomischeren Produktionsbedingungen ginge das sicherlich um einiges günstiger. Nur woher in diesem Qualitätsbereich die Umsatzahlen nehmen?
4. Die Exklusivität eines Produktes. Man kann Betten wie etwa bei Akva hoch industrialisiert in Europa fertigen, wie bei Bodyform oder Wohnform eher in Werkstätten und hohe Flexibilität und Exklusivität erreichen, oder in China ebenfalls mit viel Handarbeit jedoch aufgrund der Entfernung ohne große Flexibilität.
Punkt 4 lässt sich natürlich noch weiter aufsplitten. Clay Sanders z.Bsp., ein durchaus exklusives Produkt wird auch in Fernost produziert. Profine, so ziemlich das exklusivste und teuerste am Markt ebenfalls in Fernost. Dazu gibt es noch Mischform wo Halberzeugnisse aus Fehrnost in Europa fertieggestellt werden. Manche haben sogar komplette Produktionsstandorte an beiden Orten um flexibel zu bleiben. Was natürlich ebenso ein Kostenfaktor wie ein Qualitätsfaktor sein kann!
Akva z.Bsp. erhält seine Exklusivität trotz extrem industrialisierter Herstellungsmethoden (ausschließlich in Dänemark) mit Hilfe von Designern und hochwertigen Rohmaterialien die natürlich irgendwo im Preis eingerechnet werden müssen. Du siehst also das es mannigfaltige Varianten gibt die in der Kalkulation wie im Produkt alle andere Ergebnisse bringen.
Zu Punkt 4 hinterfragt man am besten die Firmenphilosophie. Dann kommt man relativ schnell dahinter und kann das dann real und am Produkt prüfen ob es für einen selber einen Vorteil bringt und man bereit ist dafür Geld zu bezahlen.
Und zu guter letzt, gibt es natürlich noch die Bauernfänger die billigen Mist für teures Geld an den Mann bringen wollen. Das wird mit wachsender Etablierung und Transparenz des Marktes aber immer schwerer!
Man beachte bitte das dies nur eine Kurzfassung ist!
