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Mesamoll 2 ist Pflicht - WARUM??

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  #41  
Alt 18.12.2007, 10:18
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Registriert seit: 03.12.2007
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Beiträge: 13
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Ich würde es nicht als Eigenwerbung ansehen, denn es ist zertifiziert von der EU.

Zu Deinem Link des Bundesgesundheitsamtes folgendes: Hier wird fast ausschließlich über DEHP gesprochen und nicht mehr.

Als verbotene Phtalate in der Schweiz sind folgende gelistet:
Abkürzung

CAS-Nummer

Einstufung
DEHP

117-81-7

Repr. Cat. 2,
R 60-61
DnPP

131-18-0

Repr. Cat. 2,
R 60-61
DiPP

605-50-5

Repr. Cat. 2,
R 60-61
DBP

84-74-2

Repr. Cat. 2, R 61
Repr. Cat. 3, R 62
DMEP

117-82-8

Repr. Cat. 2, R 61
Repr. Cat. 3, R 62
BBP

85-68-7

Repr. Cat. 2, R 61
Repr. Cat. 3, R 62

Also kein DINP oder DIDP.
  #42  
Alt 18.12.2007, 10:44
Administrator
 
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Beiträge: 3.142
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Letzten endes kann man alles zerreden.
Für mich als halbgebildeten im Chemiebereich, sage ich das ich einfache und klar zu greifende Aussagen will. Will ich schlauer sein als die Fachleute der EU-Kommission (Klar sitzen da auch auch die Vertreter der Industrie) dann brauche ich ein Chemie-Studium oder was vergleichbares. Habe ich das nicht, macht mich jede weitere Information nur durcheinander! Oder ich brauche eine Aussage von einem Meinungsmacher mit einem Ruf wie z.Bsp. die Zeitung „Öko-Test“. Auch hier kann man nicht blind vertrauen, aber man weiß dass die Leute dort nach bestem Wissen und Gewissen schreiben!

In diesem Sinne halte ich es mit "merkerli", was will man mehr?
  #43  
Alt 18.12.2007, 14:05
Benutzerbild von ma(c)niac
Erfahrener Wasserbettenschläfer
 
Registriert seit: 02.09.2007
Ort: Taunusstein
Beiträge: 227
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Ich denke auch, daß diese Diskusion langsam etwas übertriebene Formen annimmt!

Inhaltlich find' ich das zwar alles sehr interessant, doch frage ich mich, wer sich auch außerhalb dieser Wasserbetten-Diskussion Gedanken um das Thema macht. Kontrolliert hier jeder das Spielzeug seiner Kinder entsprechend, achtet beim Kauf seiner Lebensmittel darauf, daß diese nicht in Kunststoff verpackt sind und überlegt sich im Sommer auch, auf welche Luftmatratze er sich legt, oder in welches Gummiboot er sich setzt?!
Und, oder, oder, und... Bei jedem weichen Kunststoff, mit dem wir in Berührung kommen, müßten wir uns wohl entsprechende Gedanken machen. Und von diesen sind wir immer und überall umgeben!
Auch die Tatsache, daß man bei Infusionsbeuteln mangels adäquatem Ersatz heute immer noch auf (das als bedenklich eingestufte) DEHP setzt, spricht doch Bände.

Schlußendlich finde ich es wichtig, sich um solche Dinge Gedanken zu machen, aber übertreiben oder auf einzelne Bereiche beschränken muß man's sicherlich nicht!

Gruß - Martin
__________________
Wer heute den Kopf in den Sand steckt, knirscht morgen mit den Zähnen.

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  #44  
Alt 18.12.2007, 14:48
Wasserbettenschläfer
 
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Ort: Köln
Beiträge: 36
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Über DEHP in Vinylen als Weichmacher sin dwir uns einig.
-> Besser nicht verwenden!

Über Mesamoll sind wir uns auch einig.
-> Sehr gute Alternative

Über den Einsatz von DINP gibt es meiner Meinung nach noch Diskussionsbedarf. Ja, es ist richtig, dass DINP REACH-Klassifiziert ist. Aber gibt das ausreichend Sicherheit für den Verbraucher? Ich denke, NEIN!
Die REACH-Klassifizierung gibt Sicherheit (vorallem Rechtssicherheit) für die Produzenten von Weichmachern und PVC-Produzenten, dass sie diese Weichmacher einsetzen dürfen. Und genau das verkünden die PVC-Hersteller auf der hier erwähnten Homepage. Ja, die Hersteller, denn die Homepage wird vom European Council for Plasticisers and Intermediates (ECPI) betrieben. Das ist der Europäische LOBBY-Verband der Kunststoffindustrie.
Diesen Werbeaussagen zu Vertrauen ist genauso verlässlich, wie Vattenfall in Bezug auf die Reaktorsicherheit von Krümmel zu glauben. Es geht hier um Geld und zwar um sehr viel Geld.

EU-Richtlinie hin oder her. Auch hier nehmen die Lobbyverbände Einfluss und nicht zu knapp.

Wenn DINP so harmlos sind, warum hat die EU auch diese seit Januar 2006 mit den EU-Richtlinien
76/769/EWG
88/378/EWG
für die Verwendung in Kinderspielzeug (Spielzeug für Kinder unter 3 Jahren, das in den Mund genommen werden kann) verboten?

Aber ich will auch mal meine Skepsis weniger von meinem Glauben begründen und durchaus vertrauenswürdigen Quellen und Instanzen Raum geben.

umweltbundesamt.de, Broschüre "PHTHALATE – DIE NÜTZLICHEN WEICHMACHER MIT DEN UNERWÜNSCHTEN EIGENSCHAFTEN":

"DINP und DIDP stehen in Verdacht, sich in hohem Maße in Organismen anzureichern und in Boden und Sedimenten langlebig zu sein. Die hohen Einsatzmengen für Weich-PVC und die Strukturähnlichkeit zu DEHP lassen eine starke Ausbreitung in der Umwelt erwarten. Aus Vorsorgegründen spricht sich das UBA dafür aus, den Umwelteintrag von DIDP und DINP zu vermeiden."


Da sich die Freisetzung von Weichmachern aus PVC nicht vermeiden läßt kommt es immer zu einer Aussaat in die Umwelt (Umwelteintrag). Empfiehlt man vorsroglich auf die Verwendung dieser Stoffe zu verzichten, wenn es überhaupt keine Indizien für Probleme mit den genannten Stoffen gäbe?

Bundesamt für Risikobewertung (www.bfr.bund.de):
Artikel "Übergang von Phtalaten aus Twist-off-Deckeln in Lebensmittel"


In diesem Artikel kommt man zu dem Schluss, dass bereits heute, allein durch die Verwendung dieser Weichmacher in derLebensmittelindustrie in der Regel unsere tägliche Unbedenklichkeitsschwelle überschritten wird.

ÖKO-TEST November 2005
Turn- und Gymnastikmatten
Salto mortale:
"Dazu sei erwähnt, dass DINP einer von drei Weichmachern ist, die nach einer neuen EU-Richtlinie künftig in sämtlichen Spielzeugen und Babyartikeln verboten ist, wenn diese von Kindern in den Mund genommen werden können."


Last But not Least, die Aussage des Meinungsmachers Öko-Test.
Ich persönlich finde Öko-Test jetzt nicht unbedingt die Quelle mit der größt möglichen Glaubwürdigkeit, diese Zeitschrift geniesst aber trotzdem in der Öffentlichkeit eine gewisse Reputation.

_____________________________


Ich glaube, dass wir alle mündige Bürger und Verbraucher sind. Und wir können als solche auch selbständige Entscheidungen treffen. Allerdings sollten wir gut und umfassend informiert werden. Damit wir unsere eigenen Schlüsse zeihen können und unser persönliches Risiko auch bewerten können, brauchen wir möglichst unabhängige aussagen zur Verwendung von Weichmachern.
Wenig hilfreich sind für mich marketing-strategische Aussagen der PVC-Hersteller.
Jeder muss für sich entscheiden, welches Material das richtige ist. Das ist beim Zahnarzt so (Amalgam oder Kunstsoff) und jeder muss auch selbst entscheiden, ob man gerne direkt neben einem Atomkraftwerk wohnen will bzw. dort hinzieht. Bleiben wir mal bei dem Beispiel AKW: Die Stromerzeuger betuern auch die Sicherheit ihrer Technologie, aber vor dem Hintergrund auch der aktuell diskutierten Leukämie-Studie kommen doch immer wieder Zweifel auf.
  #45  
Alt 18.12.2007, 14:52
Wasserbettenschläfer
 
Registriert seit: 13.12.2007
Ort: Köln
Beiträge: 36
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Ich wäre froh, wenn wir über gesundheitliche Risiken beim Thema Wasserbett garnicht diskutieren müssten. Leider zwingt uns die aktuelle Verwendung bestimmter Phtalate in den Folien aber dazu.
Nur wenn wir als Verbraucher kritisch genug sind und unsere Kaufentscheidung auch von dem verwendeten Weichmacher abhängig machen, werden die Hersteller sehr schnell phtalatfreie Folien zum Standard machen und alle anderen werden vom Markt verschwinden.

Das ist Marktsteuerung durch aufgeklärtes Konsumverhalten!

Solange aber die Hersteller und Händler in vielen Fällen abblocken sobald es um Weichmacher geht, besteht hier dringend Handlunsbedarf.
  #46  
Alt 19.12.2007, 06:34
Aira
Gast
 
Beiträge: n/a
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Generell:
Ich vermute, wenn wir genau wüßten was alles um uns herum ist, und wie es auf unseren Körper wirkt, dann bliebe uns nur eine einzige Alternative:
Zurück in die Steinzeit.
Und dort wären wir dann immer noch mit den damals gefährlichen, natürlichen Stoffen konfrontiert.......
Vermutlich würden wir auch mindestens 70% von dem, was wir so täglich essen, von unserem Speiseplan streichen müssen, unser Schampoo aus Schachtelhalm selbst basteln und vor allem endlich aus dem Forum gehen - und nie mehr den Computer anwerfen um uns online über Gesundheitsrisiken zu informieren....wegen der Strahlung des Monitors! Uiui . Schnell einen Rosenquarz daneben stellen! Der Esoteriker fühlt sich dann gerettet, grins.

Nein, Leute, im Ernst, Leben ist immer lebensgefährlich.
Sicherheit existiert nicht. Das weiss ich spätestens seit ich am Fraport als Luftsicherheitsassistentin gearbeitet hatte......Sicherheit ist eine Illusion die sich unser Geist schafft, damit er nicht irre werden muss....

Die Forschung entdeckt ständig Neues, und einige Aspekte wird man noch entdecken deren Folgen man heute nicht abschätzen kann.
(Contergan hatte auch Folgen die niemand kommen sah.)

Mein Fazit ist: Ich vertraue meinem Körper. Ich ziehe nicht neben ein AKW. Und ich behalte mein Amalgam, denn mein Körper hat mir gezeigt dass er mit dieser Belastung umgehen kann. Bei was anderem müsst ich es erst rausfinden.....
In diesem Sinne mit oder ohne Mesamoll - Live long and prosper!

Aira vom Vulkan
  #47  
Alt 19.12.2007, 21:29
Benutzerbild von mischa
Administrator
 
Registriert seit: 18.04.2006
Ort: Schwarzdeutschland (Bayern-Süd)
Beiträge: 5.441
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Das ist jetzt aber wirklich ein "Streit um des Kaisers Bart" geworden. Weil kein einziger Wasserbettenhersteller angibt, dass er DINP als Weichmacher in seinem Vinyl hat.

Fazit: Mesamoll2 oder großes Fragezeichen. So siehts doch letztlich faktisch aus, oder?

Und weil ich hier das letzte Wort haben darf, nutze ich das jetzt auch und mache zu! Trotzdem war die Diskussion interessant und meist sachlich - führt jetzt aber nicht mehr weiter. Danke Euch!
__________________
Fragen bitte im Forum stellen, nicht per PN!
Bin nur selten im Forum, Ihr erreicht mich im Blog.

Bei mir steht ein Dual-Softside 200x220 und ein Hardside 90x200 (beide Akva) von Wasserbetten-Kainz in Buchloe/Südbayern.("www.wasserbetten-kainz.de", Fachhändler für Akva und Silvaline)
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