Gestern wurde bei mir zum 3. Mal das Heizelement ausgetauscht und das Bett deshalb auch teilweise neu befüllt. Daraufhin folgte eine wahre Horrornacht, an der ich zum Teil wohl auch mit Schuld bin, weil ich unbedingt im Wasserbett statt auf der Couch schlafen wollte. Dazu sind aber erst einige Erklärungen nötig und ich fürchte, es wird etwas länger...
Wie gesagt ist es bereits die 3. Heizung. Heizung 1 bekamt ich mit dem Wasserbett 2001 und sie hielt 6 Jahre, bevor sie letzten Herbst kaputt ging. Dann bekam ich eine neuere Carbon-Heizung (namenlos?), bei der die Anzeige des Reglers nur alle 4 Grad anzeigte. Diese Heizung hörte ich immer, wenn ich mit dem Ohr auf dem Kissen lag, außerdem schaltete sie alle 17 Sekunden für 1 Sekunde ein, was ein Schlafen unmöglich machte. Deshalb wurde sie auf meine Beschwerde hin gestern auf Garantie ausgetauscht. Jetzt habe ich eine ebenfalls namenlose Carbon-Heizung mit einem eiförmigen, gut handtellergroßen, abgerundeten, hellgrauen Regler (vielleicht kennt sie ja jemand), sie soll anscheinend vom selben Hersteller sein wie Heizung 2.
Bei Heizung 2 hatte ich letzten Herbst das Problem, dass mir vorkam, dass ich die Temperatur sehr viel niedriger einstellen muss als bei der allerersten. So hatte ich in den letzten Monaten LAUT REGLER immer nur zwischen 25 und 26 Grad. Bei der ersten Heizung lag die Temperatur aber üblicherweise um die 27 Grad, im Winter sogar höher. Ich sage das deshalb so deutlich, weil die Temperatur bei der gestrigen Nacht auch eine Rolle spielt und damit ich nicht gleich auf eine viel zu kalte Temperatur angesprochen werde.
So, dann kommen wir zu gestern.
Der Monteur hat mir das Bett viel zu warm befüllt, selbst ohne Decke bekam ich nach 5 Sekunden liegen einen heißen Rücken, die Heizung zeigte nichts ganz genaues (Licht kam beim Hochdrehen und Runterdrehen der Heizung ganz unterschiedlich), beim Hochdrehen ging die Heizung aber erst bei einer Temperatur von gut 30 Grad an.
Damit ich die Nacht im Bett verbringen konnte und nicht womöglich eine Woche warten musste, bis ich das Bett wieder benutzen konnte, wollte ich es also so schnell wie möglich runterkühlen. Also nach der Befüllung am frühen Nachmittag Fenster auf, Tür zu, Bett ohne Auflage offen lassen bis ca. 22 Uhr. Da hat dann auch die Heizung wieder aufgeleuchtet (gegen 20.30 zeigte sie noch ca. 27 Grad). Der Regler war auf 26 Grad gestellt, also sogar mehr als bei der alten Heizung in der Hoffnung, dass Heizung 2 ein Ausrutscher war. Als ich gegen 22.30 Uhr ins Bett ging, wurde mir am Rücken sofort warm, obwohl sich das Bett rundherum sehr kalt anfühlte. 1 Stunde später wurde mir aber eher kalt (das Buchweizen-Kopfkissen und die Raumtemperatur war noch extrem kalt). Also Heizung raufgedreht auf 27,5 Grad. Anscheinend heizt die aber lange nicht so schnell wie meine erste Heizung (da dauerte es nur ein paar Minuten für 1 - 2 Grad), sie schaltete die ganze Nacht immer wieder für längere Zeit ein. Warm wurde mir gegen 23.30 Uhr, worauf ich eingeschlafen bin bis ca. 03.15. Da war mir dann sehr heiß, und aufgrund dessen konnte ich auch bis zum Morgen nicht mehr schlafen. Geschwitzt habe ich gar nicht stark, lediglich im Lendenwirbelbereich, wo ich im Winter eigentlich immer schwitze, weil ich mich auf dem Wasserbett ja kaum mal drehe. Am Morgen zeigte die Heizung erst ca. 26 Grad, d.h. bei 26 Grad blieb das Licht ausgeschaltet, bei 1/4 Grad mehr schaltete es wieder phasenweise ein. Das Bett selber fühlte sich inzwischen an allen Stellen warm an, wie ich es gewohnt bin.
Aufgewacht bin ich aber mit Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen, also war vermutlich auch die Füllmenge noch zu hoch, den Schwindel schiebe ich jetzt mal auf den Schlafmangel. Bis ich meine Hitzewallungen (nein, habe noch mindestens 10 Jahre bis zum Wechsel!) loswurde, vergingen nach dem Aufstehen 2 Stunden!!!
Diese Hitzewallungen kenne ich noch vom Einstellen der letzten Heizung, hochdrehen hat die Hitze VERSCHLIMMERT, nicht gebessert. Und wie gesagt, hatte ich die neue Heizung bewusst höher eingestellt als die letzte, was offensichtlich verkehrt war. Ich kann nur vermuten, dass die Oberflächentemperatur nicht mit dem Thermostat übereinstimmt.
MEIN Fehler war sicher das extreme Herunterkühlen, was die Oberfläche kalt gemacht hat, worauf vermutlich mein Körper mit einer extremen Reaktion reagiert hat, deshalb konnte er wohl mit der späteren höheren Temperatur nicht mehr umgehen. Ich habe die Temperatur jetzt erst mal nur 1/2 Grad heruntergestellt auf knapp unter 26, ich hoffe, dass es die bis am Abend erreicht bzw. überhaupt der ganze Kern gleichmäßig beheizt ist.
Ich muss auch dazusagen, dass ich vor einigen Monaten ein stark sedierendes Medikament (Antidepressivum) ausgeschlichen habe, das den Stoffwechsel quasi 6 Jahre lang auf Null gesetzt hat - der ist jetzt wieder in die Gänge gekommen und hat sich noch nicht wieder normalisiert. Derzeit wird mir also generell sehr schnell zu heiß.
Zur Wassermenge habe ich heute mittag noch schnell Fotos gemacht, ich vermute deutlich zu viel Wasser. Beim Sitztest komme ich nicht auf den Boden, der Buchtest hat gestern schon ein waagrechtes Buch angezeigt, bevor ich nach Gefühl 12 Liter Wasser abgelassen habe - das Buch war nachher immer noch waagrecht...
Ich bitte um euer Urteil, wie ich heute nacht möglichst gut schlafe, denn der heutige Arbeitstag ist schon schlimm genug. Natürlich weiß ich, dass man längere Zeit testen und feinabstimmen muss, ich erwarte ja auch kein Schlafen wie auf Wolken. Aber vielleicht etwas länger, schmerzfrei und mit möglichst minimierten Hitzeattacken.
Hier die Angaben zum Bett:
1. Informationen zum Bett
1.1 Hersteller: Poseidon
1.2 Modell: ???
1.3 Hard-/Softsider: softsider
1.4 Mono/Dual: dual
1.5 Größe: 180 x 210
1.6 Beruhigung: auf 0 sec durch Vlies-Einlagen
1.7 Topliner? nein
.......(wenn ja, welcher-Siehe FAQ)
1.8 Luft/Schaum/Kein Trennkeil: Trennkeil aus dünnem Schaumstoff (0,5 cm?)
1.9 Eingestellte Temperatur/-en: 26°C; dünne Baumwoll-Sommersteppdecke bei üblicherweise ca. gute 20° Raumtemperatur (Schlafzimmer nicht beheizt, aber wegen der Katzen Türe offen, deshalb nahezu Zimmertemperatur)
1.10 Bett ist aufgebaut/in Benutzung seit: Oktober 2001; aufgrund von Leck neu befüllt durch Monteur im Frühjahr 2007; Heizungstausch im September 2008 samt Neubefüllung; lt. Aussage Monteur ist das Bett/die Matratzen in außergewöhnlich gutem Zustand
2. Bettenbelegung: Wird das Bett allein oder zu zweit betrieben?
allein;
jedoch mit 2 Katzen, die ganz unterschiedlich kommen, mal gar keine Katze, mal nur 1 (entweder 4 oder 6 Kilo), mal beide (insgesamt 10 Kilo). Derzeit liegt der 6-Kilo-Kater im Bett wenn ich schlafen gehe, verabschiedet sich dann sehr bald, ich liege bis gegen 3 Uhr morgens alleine im Bett, dann kommt meist die 4-Kilo-Katze, später auch der Kater dazu. Morgens zwischen 5 und 6 liegen beide an mich gekuschelt.
3. Größe & Gewicht der Nutzer
164 cm, 72 Kilo (Katzen siehe oben

)
4. Befüllt von: Wer hat das Bett ursprünglich befüllt?
Monteur, auch bei Neubefüllung Entleerung und Befüllung ausschließlich durch Fachmann
5. Füllhöhe zur Oberkante des Schaumrahmens?
??? (ist irgendwie schwer feststellbar... 1 - 3 cm unter den Rand???)
6. Grösse und Höhe des verwendeten Kissens?
6 Kilo schweres Kissen mit Buchweizenfüllung, 40 x 60 (meist etwas kleiner zusammengeschoben), Höhe ca. 5 cm (sinkt aufgrund des Gewichts etwas ein)
7. Gibt es Probleme beim liegen und wenn ja, welche?
Liegen hat sich erst ganz gut angefühlt, morgens aber mit Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen aufgewacht
8. Persönliche Anmerkungen/Ausführungen:
siehe oben
Im letzen Jahr hatte ich euch schon mal um Hilfe gebeten, siehe in diesem Thread samt Fotos:
http://www.wasserbetten-news.de/fore...mehr-2140.html
damals waren nur noch eine Feinabstimmung nötig, ich finde, die heutigen Fotos sehen etwas extremer und die Wirbelsäule "geknickter" aus:
