Hallo Erika,
Die richtige Antwort auf Ihre Frage lautet: sowohl als auch. Näher erläutern möchte ich Ihre Frage im Zusammenhang mit der der deutschen Schlafstudie:
Die Tatsache, dass Sie am Morgen doch in einem gewissen Ausmaß Rückenschmerzen haben, macht deutlich, dass Ihre Bettausstattung (Matratze und/oder
Kopfkissen) den Körper nicht jene Entlastung verschafft, die er haben sollte. Eine gute Matratze zeichnet sich durch zwei Merkmale aus:
Erstens muss sie den Auflagedruck ableiten, sodass die feinen Blutgefäße – Kapillare genannt – nicht abgedrückt werden und es so zu Durchblutungsstörungen kommt. Der Körper hat allerdings ein automatisches Alarmsystem, indem er sich bei derartigen Gefahren selbst aufweckt, sodass man dann die Möglichkeit hat, sich umzudrehen und auf diese Weise eine Abwechslung in der mechanischen Belastung herbeizuführen. Das klingt zunächst positiv und tatsächlich wird auch die im Moment größere Gefahr, nämlich eine Unterversorgung von Körpergewebe, abgewendet. Allerdings geht dies auf Kosten der Schlafqualität. Denn wenn zu viele solche Schlafunterbrechungen geschehen, wird der Schlaf fragmentiert, wodurch eine Reduzierung der so wichtigen Tief- und REM-Schlafanteile herbeigeführt wird.
Zweitens: Eine Matratze (gemeinsam mit dem Kopfkissen) muss den Körper in die anatomisch korrekte Stellung bringen, ihn also an den richtigen Bereichen stützen. Die meisten Matratzen tun dies nicht, weil sie ja auch nicht auf den Körperbau ihres Benutzers individuell abgestimmt wurden. So kommt es zu Verformungen, die mechanische Reizeinwirkungen an den der Wirbelsäule entspringenden Spinalnerven hervorrufen. Auch hier wehrt sich der Körper durch Weckreize, die zu Umlagerungen führen. Zusätzlich entsteht mit der Zeit eine Überbeanspruchung des Nervengewebes, was durch Schmerzen am Morgen erkennbar ist. Davon berichten Sie.
Um diese beiden Kriterien bei jedem Bettbenutzer gut in den Griff zu bekommen, hat das Institut Proschlaf aus Salzburg in Österreich einen Liege-Simulator entwickelt, der in der Bundesrepublik bei vom Institut Proschlaf autorisierten und geschulten Fachbetrieben aufgestellt ist. Nach einer Terminvereinbarung kann man sich dort kostenfrei austesten lassen. Auf Wunsch kann man die gewonnenen Messdaten an einen Matratzenhersteller weiterleiten lassen, der die zum eigenen Körperbau passende Bettausstattung anfertigt.
Wo Sie das nächste Schlafoptimal-Zentrum für körpergerechte Matratzen-Anpassung finden, können Sie unter "www.schlafoptimal.de" einsehen. Dort finden Sie auch nähere Information.
LG, Astrid Petsch
Geändert von admin (13.01.2012 um 22:35 Uhr).
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