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  • 2 Post By Ingrimmsch

Thema: FAQ: Wassermenge/Füllmenge in Bildern

  1. #1
    Avatar von Ingrimmsch
    Ingrimmsch ist offline Harmony'st
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    Ausrufezeichen FAQ: Wassermenge/Füllmenge in Bildern

    Hallo

    Vorab eine kleine Formel: Korrekte Füllmenge = Randvoll (ohne Nutzer im Bett) MINUS Körpervolumen

    Dann ist
    - Die Füllhöhe des Kernes immer UNTERHALB des Schaumrandes
    - Je Höher das Nutzergewicht, desto weniger Wasser ist eingefüllt, ergo desto niedriger die Füllhöhe (ohne Nutzer im Bett)

    ************************************************** *

    Wie schaut es aus wenn zu wenig, zu viel oder die richtige Menge Wasser in der Matratze ist?

    Wege wie man zur Grundeinstellung kommt, oder kurz kontrolliert, finden sich etwas weiter unten. einfach runterscrollen.

    Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

    Zu wenig Wasser im Kern:



    - Die Wirbelsäule beschreibt einen U-förmigen langen Bogen
    - Der Kopf liegt eher höher als die Wirbelsäule (Verlängerung des U-Bogens)
    - Die Taille beschreibt einen weichen Bogen in U-Form
    - Bei sehr deutlicher Unterschreitung der Füllmenge sinkt u.U. das Becken sehr stark ein
    - Matratzenoberfläche hat eine Trichterform um den Schläfer herum

    Mögliche Symtome: Hauptsächlich leichte Schmerzen und Verspannung im Lendenwirbelbereich. Verspannungen im Nackenbereich. Erschwertes Umdrehen möglich, da man zu tief einsinkt. In Rückenlage starkes "Hängemattengefühl". Man hängt einfach durch, keine Stützung des Rückens oder der Beine.

    In diesem Fall hatten wir ca. 10 Liter zu wenig Wasser im Kern.

    Zu viel Wasser im Kern:



    - Die Wirbelsäule beschreibt eine S-Form
    - Schultern und Becken sinken nicht richtig ein und stehen daher zu hoch
    - Der Kopf liegt meist abwärtsgerichtet
    - Die Taille hat einen scharfen Knick, zuweilen mit Bildung einer Falte
    - Bei starker Überschreitung des Füllstandes sieht man in der Wirbelsäule ein sehr scharfes "S" im Bereich Lendenwirbelsäule bis untere Brustwirbelsäule.
    - Beulenbildung der Matratze rund um den Körper. Sieht man beim Vergleich der Bilder ziemlich gut. Wie eine stehende Welle um den Körper herum.

    Mögliche Symtome: Kopf- und Nackenschmerzen, bis zu starke Schmerzen im Lendenwirbelbereich, Schmerzen und Verspannungen im Gesäß- und Oberschenkelbereich, Druckschmerz im Bereich Schulter/Schulterblatt. Das der Schläfer zur Seite des Kernes oder zur Mitte des Bettes "rollt". Das Gefühl als läge man auf einem Luftballon.

    Hier waren ca. 10 Liter zu viel drin.

    Gut eingestellt:



    - Die Wirbelsäule liegt gerade
    - Die Halswirbelsäule liegt (bei passendem Kissen!) gerade in der Verlängerung der Wirbelsäule, Kopf liegt also gerade.
    - Die Taille hat eine normale Form und ist gleichmässig
    - Der Schläfer ist gleichmässig in die Matratze eingesunken. Keine Beulen oder Trichterform. (ist auch abhängig von der Auflage des Bettes)

    Hier haben wir ca. 1 Liter zu wenig drin, was aber im Bereich dessen liegt was jeder für sich selber dem Empfinden nach ertesten muss.

    Der Körper fühlt sich gestützt an, liegt gleichmässig im Bett. Wohlfühlen eben.

    Gut eingestellt (Rückenlage)
    Da in letzter Zeit aus gegebenen Anlass immer auch Rückenlagebilder erbeten sind, hier mal ein Beispiel wie es ausschaut wenn die Füllmenge stimmt.


    Der Körper liegt waagerecht, Beine leicht hochgelagert, Becken sackt nicht ab, der Kopf liegt gerade auf der Auflage. Knie in etwa auf Brusthöhe.

    Zu guter letzt:

    Man liegt immer anders und jeder empfindet anders. Jedes Bett ist dann auch noch anders als das von den Mitbewerbern usw. und somit sind die Bilder keine Bibel, sondern eine Hilfe bei der Beschreibung und dem Ertesten des eigenen Füllstandes.

    Ich pers. habe etwas weniger Wasser drin als man es als Optimal nennen würde. Ich brauche ein leichtes durchhängen um gescheit liegen zu können, meine Freundin hingegen braucht etwas mehr Wasser. So muss jeder für sich, dem empfinden nach seinen pers. Wasserstand finden.

    Wichtig:

    Änderungen am Wasserstand macht man in KLEINEN Schritten. Wir empfehlen 1 Liter Schritte im "Feintuning". Bitte nach der Änderung der Füllmenge immer 2 Nächte schlafen um sich daran zu gewöhnen.

    Viele User ändern in großen Schritten den Füllstand, legen sich direkt rein und erwarten das man das direkt spürt. Dem ist nicht so. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Daher immer Ändern, zwei Nächte testen. Niemals mehrere Änderungen an einem Tag machen.

    Lieben Dank:

    Unseren lieben Dank an unsere User "Knetfabrik" (Seitenlage) und "Dragrider" (Rückenlage) welche uns die Erlaubnis gab, ihre Bilder als Muster hier in den FAQ's zu veröffentlichen.
    Geändert von Ingrimmsch (13.08.2011 um 10:22 Uhr) Grund: Anpassung/Erweiterung
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    Liebe Grüße
    Ingrimmsch

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  2. #2
    Avatar von mischa
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    Noch einige ergänzende Anmerkungen:

    - Das Herausfinden der richtigen Wassermenge ist ganz klar das häufigste und gleichzeitig schwierigste Problem für den Wasserbettenschläfer. Das gilt sogar für den "Routinier", noch viel mehr aber für den Einsteiger, der das Gefühl für die Optimalmenge noch nicht kennt! Hier ist Geduld gefragt - oder Aufbau vom Profi (der das aber leider auch nicht immer richtig macht )

    - Je größer der Wasserkern, desto ungenauer darf die Wassermenge eingestellt sein - und umgekehrt. Auch aus diesem Grund gilt für das Wasserbett die Grundregel: Je größer, desto besser!

    - Je schwerer der Schläfer, desto größer muss der Wasserkern sein. Grund: Mehr Wasserverdrängung!
    Fragen bitte im Forum stellen, nicht per PN!
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    Bei mir steht ein Dual-Softside 200x220 und ein Hardside 90x200 (beide Akva) von Wasserbetten-Kainz in Buchloe/Südbayern.("www.wasserbetten-kainz.de", Fachhändler für Akva und Silvaline)

  3. #3
    Avatar von mischa
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    Hier noch die Faustregel von Akva für die richtige Wassermenge:

    Wasserkern füllen, bis der Wasserstand (wenn niemand im Bett liegt) die Höhe des Schaumrahmens erreicht.

    Dann für jeweils drei Kilo Körpergewicht einen Liter Wasser herausnehmen. Das ist dann so etwa die "Füllmengentabelle", die manche Aufbauer verwenden. Diese Methode ist recht ungenau, hilft aber, eine Ausgangsbasis zu finden, von der aus man sich an die perfekte Menge herantasten kann.

    Damit wird auch deutlich, warum man die Wassermenge in 1 Liter-Schritten verändern sollte: 1 Liter Wasser steht für etwa 3 kg Körpergewicht. Schon bei zwei Litern wird die Sache recht ungenau, zumindest in der Nähe der Optimalmenge. Wer also nach dem Abnehmen von 3kg Körpergewicht feststellt, dass er nicht mehr so gut wie vorher liegt, füllt 1 Liter Wasser ein...
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  4. #4
    Avatar von Ingrimmsch
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    Es gibt also verschiedene Arten die Grundeinstellung herzustellen:
    Anmerkung aus dem praktischen Forenleben:
    Es führen verschiedene Wege nach Rom. Die hier aufgezeigten Wege sind Anhaltspunkte aber nicht als "Bibel" zu sehen, also das sie DER Weg sind. Sie helfen dem sich selbst helfenden Wasserbettenbesitzer eine "theoretische" Grundeinstellung zu finden. Diese sollte in der Regel schon halbwegs passen und dann erfolgt das pers. Feintuning. Um die persönliche Einstellung zu finden, helfen wir hier gerne im Füllmengenbereich (Vordruck beachten und nutzen).

    Der beste und sicherste Weg ist, wenn der Fachmann per geschultem und erfahrenen Auge das Bett auf den entsprechenden Nutzer einstellt. Eben solche Fachmänner/frauen stehen oft kritisch den folgenden Möglichkeiten gegenüber. Diese sollen den Fachmann/frau aber gar nicht ersetzen oder ersetzbar machen sondern Nutzern helfen die eben keinen Zugriff auf eben solche Fachkräfte haben, wieso auch immer.

    1. Pro 3kg Körpergewicht / - 1 Liter

    Anmerkung: Sehr umstritten dieser Weg. Aber im Forum schon oftmals der richtige Ansatz gewesen wenn die Füllmenge vollkommen vermurkst war und man auf einen halbwegs gescheiten Ausgangspunkt kommen wollte.

    Kerne "randvoll" machen (Kern bis Oberkante Schaumrahmen), danach dann pro 3kg Körpergewicht 1l Wasser herausnehmen.

    2. Nach Füllhöhengrenzen
    Die Kerne werden entsprechend der Tabelle befüllt.

    Anmerkung: Hierbei werden Faktoren wie Bettgröße, Beruhigung, Auflageneinfluss nicht berücksichtigt. Auch wenn diese Tabelle als grobe Richtungsweisung von Händler/Monteuren auf den Weg gebracht wurden, so nehmen selbige heute auch mal gerne davon Abstand. Eben weil einige wichtige Faktoren, so zeigt die Praxis, unberücksichtigt bleiben.

    Dennoch, so meine Meinung, kann die Tabelle dabei helfen auf den richtigen Weg zu kommen. Ist aber nicht 1:1 zu sehen.

    Nutzergewicht / Füllhöhe
    ca. 50 kg = Oberkante Schaumrahmen
    ca. 60 kg = 0,5 cm unter der Oberkante
    ca. 70 kg = 1,0 cm unter der Oberkante
    ca. 80 kg = 1,5 cm unter der Oberkante
    ca. 90 kg und schwerer = 2,0 cm unter der Oberkante

    3. Sitztest (grobe Einstellung/Kontrolle, schwierig bei Leicht- & Schwergewichten)
    Der Nutzer setzt sich aufrecht mit gestreckten Beinen mitten in seinen Kern. Bei optimaler Befüllung sitzt man mit dem Gesäß auf der Bodenplatte mit einer Auflagefläche von ca. einem DIN A4 Blatt auf.
    Sitzt man weniger stark auf, ist zu viel Wasser im Kern. Sitzt man deutlich stärker (mehr Fläche) auf der Bodenplatte auf, hat man zu wenig Wasser im Kern.

    4. Buchtest (nur zur schnellen Kontrolle, sehr grob)
    Man legt sich normal ins Bett (beim Dual beide Nutzer) und legt ein Buch neben sich so auf die Bettkante, das es auf Matratzenrand und Schaumrahmen liegt. Etwa auf Höhe des Beckens. Optimale Füllhöhe ist, wenn das Buch waagerecht liegt. Ist der Kern höher ist zu viel Wasser, ist der Schaumrahmen höher ist zu wenig Wasser drin.

    Je nach dem wo man das Buch nun anlegt fällt das immer anders aus. Auch wie nah man am Rand liegt spielt eine Rolle (schwierig bei schmalen Kernen) und die Auflage auch noch. Also eine recht grobe Geschichte.
    Geändert von Ingrimmsch (11.02.2013 um 14:57 Uhr)
    Liebe Grüße
    Ingrimmsch

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