Die chinesische Philosophierichtung Feng Shui bedeutet soviel wie „Wind und Wasser“. Das Denksystem will vor allem gebaute Räume so gestalten, dass sie die bestmögliche Wirkung auf den Menschen haben.
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Feng Shui findet aber auch in der Gartenkunst, auf Friedhöfen und in der Landschaftsplanung Anwendung. Bei der Gestaltung von Gebäuden und Räumen geht es darum, Energieströme nicht zu blockieren. Ziel ist der freie Fluss des Qi, also der den gesamten Kosmos durchziehenden Lebensenergie. Im abendländischen Kulturkreis existiert eine ähnliche Vorstellung unter dem Begriff „Odem“. Feng-Shui-Berater haben die Aufgabe, das Qi erst zu lokalisieren und dann seine Wirkung zu höchster Effizienz zu steigern. Die chinesische Lehre besagt, dass eine hohe Konzentration von gutem Qi sich positiv auf Körper und Seele auswirkt. Die stark von der New Age-Bewegung beeinflusste westliche Rezeption des Feng Shui konzentriert sich auf die Installation von Dekorprodukten wie Windspielen, Kristallen, Zimmerbrunnen oder Wasserpostern, die den Fluss des Qi regeln sollen. Das chinesische Feng Shui setzt dagegen bereits beim Bau an und bezieht Landschaft und Himmelsrichtungen mit in die Konzeption ein. Im Westen findet diese Vorstellung erst vereinzelt Anwendung.