Geschichte der Betten-Kultur

Entwicklung von Betten in 5000 Jahren Geschichte


Strohsack und Prunkbett

Ein richtiges Bett konnten sich in der Antike nur betuchte Leute leisten. Das Volk schlief entweder auf der Erde, auf einem Haufen Stroh oder auf einer Matte. Die Urform unseres abendländischen Bettes findet man im alten Ägypten (dem Ägypten der Dynastien ab etwa 3000 v. Chr.). Es war ein Meisterstück der Handwerkskunst; Goldbeschläge und Kopfstützen aus Lapislazuli und Türkis sind erhalten geblieben; das Holz ist natürlich verrottet.


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Die hochbeinigen Bettgestelle wurden mithilfe eines Trittes bestiegen, man lag auf Polstern, und die Schlafenden wurden durch ein Mückennetz geschützt. Die kunstvollen Ausschmückungen ägyptischer Betten hatten nichts mit Schlafkomfort zu tun, sondern symbolisierten Macht und Wohlstand des Besitzers. Diese stattlichen Betten dienten auch als Liegen bei Tisch, nicht anders als bei den Persern, Assyrern (ab ca. 2000 v. Chr.), Medern und Etruskern (ab ca. 800 v. Chr.). Genauso hielten es auch die alten Griechen (ab ca. 600 v. Chr.): Das Bett war nicht nur zum Schlafen da, sondern ein wichtiger Ort des geselligen Lebens. Sie kannten schon Matratzen, die mit Wolle oder Pflanzenfasern gefüllt waren, und auch Kopfpolster kamen in Mode.

 


Weiterführende Themen

  1. Einleitung Betten
  2. Strohsack und Prunkbett
  3. Römischer Bettenkult
  4. Das Himmelbett
  5. Betten für alle
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