Die Betten der Römer

Das Bett als Ausdruck von Wohlstand und Macht


Römischer Bettenkult

Die Betten der Römer waren - je nach finanzieller Möglichkeit - durchaus Luxusgegenstände. Die Grundform war ein Gestell aus Holz oder Bronze, meist auf bronzenen und verzierten Füßen, das mit Gurten bespannt war, worauf man die mit Schilf, Heu, Wolle oder Gänse- und Schwanenfedern gefüllte Matratze (culcita) legte, darüber kamen bestickte kostbare Decken und Kissen, auch die berühmten cubitales, Kissen, die den Arm stützten und die Bequemlichkeit des Liegenden bei verschiedenen Tätigkeiten erhöhten.


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Die reichen Römer machten alles Mögliche auf ihren Ruhelagern: schlafen, lesen, schreiben, essen und Besuch empfangen. Verschiedene Bettformen wurden diesen speziellen Tätigkeiten gerecht; es gab also eine regelrechte Bettkultur: Schlafbetten für eine Person (lectus), dreisitzige Speisesofas (triclinium), Konversationsliegen in den Salons und Liegen für Lektüre und Meditation (lectus lucubratorius). Das lectus genialis, das Ehebett, war vor allem bei einfachen Bürgern in Mode, die sich aus Platzgründen keine getrennten Schlafzimmer, wie in der Oberschicht üblich, leisten konnten. Für die Pflege der Kranken gab es das niedrige lectus aegrotantis. Die Armen jedoch schliefen weiterhin auf dem Boden, auf Lagern aus Stroh oder auf Säcken, in die sie Stroh oder Laub gestopft hatten.

 


Weiterführende Themen

  1. Einleitung Betten
  2. Strohsack und Prunkbett
  3. Römischer Bettenkult
  4. Das Himmelbett
  5. Betten für alle
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