Wasserbett mit Niveauausgleich

Wasserbett von TassoAuf der imm cologne 2009 präsentierte die Firma Tasso Betten mit dem Niveauausgleichssystem eine Technologie, die so neu gar nicht ist: Schon seit 2004 ist Tasso Niveau auf dem Markt, wird aber erst jetzt so richtig wahrgenommen. Das System sorgt dafür, dass sich das Bett automatisch dem Körpergewicht und somit den Liegebedürfnissen des Nutzers anpasst.

„Die Idee entstand durch Probleme, die vorwiegend im Hotel- und Gastrobereich auftraten“, sagt Jens Pläster. Zahlreiche Händler stellen Wasserbetten in Hotels zur Verfügung, in denen ihre Kunden dann kostenlos „probeschlafen“ können. Die Anpassung der Füllmenge an die Bedürfnisse des jeweiligen Kunden, erfordert in der Regel aber einen nicht zu unterschätzenden Aufwand. „Den kennt auch jeder Wasserbettenbesitzer. Es ist eben ein Unterschied, ob im Bett eine Person von 60 Kilo schläft oder jemand, der 120 Kilo wiegt.“

Das Tasso AusgleichsystemMan stellte sich daraufhin bei Tasso und dem Hersteller Vontana in Recklinghausen die Frage, ob es möglich ist, ein Bett zu entwickeln, das sich automatisch den Liegebedürfnissen des Nutzers anpasst. Die Lösung, die das Niveauausgleichssystem bietet, ist ein „dezent im Kopf- oder Fußteil“ des Bettes untergebrachter zusätzlicher Wasserkern, der mit dem Kern des Bettes verbunden ist. Legt sich nun eine schwere Person ins Bett, wird die durch das Gewicht verdrängte Wassermenge automatisch langsam in den Ausgleichstank gedrückt, bis die für den Schlafenden optimale Füllmenge erreicht ist. Nach Verlassen des Bettes fließt, so Pläster, „das Wasser langsam wieder aus dem Niveaukern ins Bett zurück. Nachregulierung bei unterschiedlichen Nutzern ist dann nicht mehr notwendig.“ Zudem funktioniert die Technik rein biomechanisch – ohne Strom, also geräuschlos und ohne einen erhöhten Energieaufwand zu verursachen. Der Pflegemehraufwand mit Vinylreiniger für den zusätzlichen Wasserkern betrage „kaum mehr als eine Minute“, sagt Jens Pläster.

Tasso bietet das Ausgleichssystem bisher ausschließlich für firmeneigene Betten in zwei Varianten an: sowohl für Ein- als auch für Zweikammersysteme ist es nutzbar und funktioniert mit Softside- ebenso wie mit Hardside-Betten, außerdem mit dem von Tasso angebotenen Masterpiece, das Eigenschaften beider Formate kombiniert. Ältere Tassobetten „können aufgerüstet werden“. Der Preis für das Einkammersystem liegt bei ca. 400 Euro, beim Dualsystem in etwa doppelt so hoch. „Also relativ erschwinglich dafür, dass man sich für die nächsten 15 bis 20 Jahre nicht mehr um die Füllmenge des Bettes kümmern muss.“

Obwohl das System seit 2004 existiert wird es erst jetzt als Neuheit wirklich wahrgenommen. „Anfangs, bei der ersten Präsentation, waren die Interessenten noch skeptisch. Mittlerweile, zumal das System in Hotels und Gaststätten immer mehr präsent ist, wird es auch von breiteren Kundenschichten wahrgenommen, und es kommen auch Menschen damit in Kontakt, die zu Hause vielleicht gar kein Wasserbett besitzen und dann dort erste Erfahrungen sammeln“, erzählt Jens Pläster. Aber auch im Fachhandel habe sich die Idee bewährt, da sie umständliche Füllmengenanpassungen für Kunden, die probeliegen möchten, nicht mehr erfordert.

Allgemein seien Wasserbetten weiterhin im Endkundenbereich am erfolgreichsten, da sich für Hotels und Gaststätten, aber auch Kliniken, oft die Frage von Kosten und Nutzen stelle. Betten mit Niveauausgleich würden eher angenommen, da der mit ihnen verbundene technische Aufwand auf ein Minimum reduziert sei. Die bisherigen Rückmeldungen seien zudem überaus positiv.

Gerrit Wustmann

www.schlafen-aktuell.de

05.03.2009 - 20:37 Uhr