So, ich mache mal den Anfang mit diesem Thema:
Nachdem mehrere meiner Arbeitskollegen sich ein Wasserbett zugelegt haben, und ich vor 4 Jahren auch einen Bandscheibenvorfall hatte, war es soweit. Ein Wasserbett musste her.
Da die Firma in der ich arbeite damals noch zum Konzern des Hamburger Versandhauses gehörte, konnte ich dort versandkostenfrei bestellen und bekam noch einen satten Personalrabatt. Also habe ich mir ein Schlauchwasserbett ausgesucht.
Gesagt, getan. Es wurde dann ein Bett in der Grösse 1,40x2,00 Meter mit insgesamt 7 Wasserschläuchen.
Geliefert wurde per Spedition, Aufbau habe ich dann mit 3 Leuten selber in Angriff genommen.
Geliefert wurde also der Bettrahmen, 2 Holzplatten, Standfüsse, die Schaumwanne (bereits montiert, daher Riesenpaket da aus einem Stück), 7 Schläuche, Pflege- und Reparaturmittel, Sicherheitswanne, Carbon Heater speziell für Schlauchbetten, Stricker Kondi, und Pflegetücher. Auflage habe ich mir dann in Frottee bestellt.
Alles in allem zwei Pakete. Das auspacken und der Aufbau hat dann ca. 2 Stunden mit 3 Leuten und befüllen gedauert. Erst den Bettrahmen aufgebaut, dann die Metallstützen in den Rahmen gestellt und die Bretter mit der Wasserwaage ausgerichtet. Dann die Bretter reinlegen, den Schaumrahmen in die Wanne der Auflage reingelegt, die Heizung drapiert, dann die Sicherheitsfolie drübergespannt.
Nun wurde es spannend. Der Kondi kam in einer Flasche, also heißt es rechnen, und den Kondi gleichmäßig in die Schläuche gekippt.
Zu den Schläuchen selber, diese enthielten Beruhigungsvliese, die an den Seiten mit Nylonbändern festgemacht waren, verrutschen war also nicht möglich. Das befüllen der Schläuche konnte dann auf 2 Arten erfolgen, entweder mit der Wasseruhr, damit alles gleich viel Wasser enthielten, oder sich mit dem Schlauch hochkant auf die Waage stellen und dann das Körpergewicht abziehen. Da ein einzelner Schlauch je nach Härte zwischen 30 und 35 Kilo wog, war das ganze einfach zu händeln.
Nachdem also alles aufgebaut war, konnte ich gleich die erste Nacht darin schlafen.
So, nun zu den Vor- und Nachteilen dieser Betten:
Vorteil
einfacher Aufbau
weniger Wasser = weniger Gewicht
einfach zu reinigen, da jeder Schlauch einzeln entnehmbar ist
etwas härteres liegen, da die Wasserverdrängung ja eingeschränkt ist, meine 72-jährige Mutter hat noch so ein Bett und sie kann trotz künstlicher Hüfte und Knie das Bett geniessen.
einfacheres Ein- und Aussteigen
Nachteil
Wenn die Schläuche nicht gleichmäßig befüllt sind, dann merkt man den Knubbel im Rücken
Entlüften pro Schlauch, also bei mir 7-fach
Kondi nachfüllen, da muss man ein Tablettentöpfchen haben oder eine Spritze mit Milliliter Einteilung um den Inhalt der Flasche aufzuteilen
Schläuche nachzukaufen ist sehr schwer, wenn mal wirklich einer einen Totalschaden hat.
Fazit: Nachdem ich nun beide Betten, also Schlauchwasserbett und Vollwasserbett kenne, muß ich sagen, haben beide seine Vorzüge. Ich würde weder dem einen noch dem anderen einen Vorzug geben, denn geschlafen habe ich in beiden sehr sehr gut. Seitdem muß ich zu 99 % keine Schmerzmittel mehr für meinen BS-Vorfall nehmen. Wenn mein Schlauchwasserbett nicht angefangen hätte zu lecken, dann würde ich immer noch darin schlafen. Ich bin froh, dass ich beide Erfahrungen machen konnte.
So das war's, meine Finger bluten.
Viel Spaß beim lesen.
Grüssle
Lutz
Zum Aufbau. Der Aufbau






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