Die Nylonstrumpfhose: ein Gute-Nacht Literat

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Die Nylonstrumpfhose


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Mir gefällt gut, dass es ihm gut gefällt. Nur mein rechter Arm schläft ein. Ich lege meinen Kopf auf seinen Bauch, aber dann höre ich ihn nicht mehr. Das stört mich, ich höre gerne. Auf dem linken Ohr bin ich etwas taub, ich müsste mein linkes Ohr auf seinen Bauch legen, nicht das rechte, aber dann komme ich aus dem Rhythmus, also mache ich weiter. Ich höre sein Stöhnen wie durch Watte. Er kann schön stöhnen. Er ist der beste Stöhner, den ich jemals hatte. Morgen bringe ich eine Kassette und einen Rekorder mit und nehme sein Stöhnen auf. Dann habe ich es für immer auf Band und muss nicht mehr die öden Musiksender hören, wenn ich mich langweile. Ich hoffe, er beschwert sich nicht bei der Pflegerin, der Klassenlehrerin meine ich.



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Er hat es schließlich gut bei mir. So ein Mund ohne Gebiss ist weich, da können die jungen Dinger mit ihren intakten Zähnen nicht mithalten, dauernd schaben sie mit den scharfkantigen Dingern über die empfindliche Haut. Bevor er kommt, höre ich auf und mache mit der Hand weiter. Es gibt nicht viele Dinge, die ich mag. Eigentlich mag ich nur Tomatensuppe, aber die gibt es nur dienstags, und meistens schmeckt sie angebrannt. Er kommt nicht viel, die Nylonstrumpfhose spannt sich kaum merklich, er macht sowieso einen ziemlich ausgetrockneten Eindruck. Ich lächle ihn glücklich an, jetzt ist er mein eigener Mann. Sein Gesicht hat sich verändert, es sieht weicher aus, leider konnte ich die Veränderung nicht verfolgen, weil ich auf seinem Bauch lag. Morgen werde ich eine Methode erfinden, wie ich ihm einen blasen, dabei sein Stöhnen hören und sein Gesicht beobachten kann, alles gleichzeitig. Ich werde nachher im Bett darüber nachdenken, ich kann sowieso nicht schlafen. Ich gebe ihm ein Taschentuch, dann fällt mir ein, daß er seine Hände nicht bewegen kann und mache es selber. Überhaupt weiß ich nicht, was passiert, wenn ich seine Hände losbinde. Er hat schließlich noch gar nicht gesagt, ob er einverstanden war, mit dem, was ich gemacht habe. Die können ja auch gegen ihren Willen. Das wäre mir peinlich an seiner Stelle. Aber er sieht nicht verlegen oder ärgerlich aus, also wollte er wohl. Warum redet er nicht? Wahrscheinlich wegen des Gebißs. Ich rede auch nicht ohne Gebiß. Und wenn, dann halte ich mir die Hand vor den Mund. Fandst du es schön, schreibe ich auf einen kleinen Zettel. Den halte ich ihm vors Gesicht. Er kneift die Augen zusammen. Wahrscheinlich kann er ohne Brille nichts sehen. Schön? nuschle ich. Er nickt etwas vage.



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