Junges Unternehmen behauptet sich innovativ in Marktnische
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"Am Anfang wurden wir ausgelacht", sagt Dirk Kienappel von daydream. Am Anfang, das war vor knapp vier Jahren. Da war Dirk Kienappel dreißig und begann neben dem BWL-Studium an der Kölner Uni, gemeinsam mit einem Freund, eine eigene Firma zu gründen. Sie wollten Schlafmasken herstellen. Inzwischen ist daydream Weltmarktführer in dieser Nische und beliefert über 20 Länder, darunter sogar die Vereinigten Arabischen Emirate.
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"Unsere Schlafmasken sind gefragt. Wir haben Kunden im Alter von sechzehn bis sechzig“, erzählt Kienappel gut gelaunt. Es habe aber einige Zeit und Mühe gekostet, so weit zu kommen. Als er die Idee hatte, gab es am Markt fast ausschließlich unschöne, billige Wegwerfprodukte, etwa in Flugzeugen oder Hotels. Die Masken von daydream sind Lifestyle-Accessoires. Das umfassende Sortiment bietet Schlafmasken in zahlreichen Farben und mit mal mehr, mal weniger extravaganten Verzierungen. Ein Renner sei die mit Swarowski-Steinen bestickte Krone. "Wir haben viel experimentiert, Materialien ausprobiert. Wichtig war uns, dass unsere Schlafmasken wirklich kein Licht durchlassen.“ Kleine, weiche Schaumstoffballen unter der Augenpartie und sechs übereinandergelagerte Stoffschichten erfüllen diesen Zweck. Die Masken selbst sind aus weichem, waschbarem Samt. "Ein Problem der handelsüblichen Schlafmasken war immer, dass die Bänder nach wenigen Tagen rissen, weil sie nicht für eine längerfristige Nutzung gedacht waren. Wir benutzen BH-Bänder, die dehnbar und individuell einstellbar sind“, sagt Kienappel, und führt dabei seine Produkte vor.
Da heutzutage jedes Produkt mit Zusatzfeatures ausgestattet wird, dürfen auch Schlafmasken nicht bloß Schlafmasken sein. Wer sich aber mit dem Produkt selbst anfreunden kann, der wird sich auch für die Features erwärmen können. "Unsere Schlafmasken können auch als Kühlmasken verwendet werden.“ Kienappel demonstriert, wie ein speziell geformter Kühlakku hinter eine Lasche geschoben wird, die bei jeder daydream-Maske Standard ist. Und wem das nicht genügt, der kann sich schönschlafen: "Auf Messen haben wir alles Mögliche gesehen, das mit Aloe Vera versetzt war. Sogar Strumpfhosen. Aber wirklich sinnvoll ist das doch vor den Augen.“ Den mit Aloe-Vera-Mikrokapseln versetzten Stoff stellt die spanische Firma Nurel her. Auch nach 300 Anwendungen soll durch diese Kapseln noch Feuchtigkeit an die Gesichtshaut abgegeben werden.
Anfangs waren die Masken noch komplette Eigenproduktionen. "Inzwischen haben wir Grafiker, Designer, einen großen Stamm an Leuten, die uns Ideen geben. Mit einem Kreativteam entscheiden wir dann, was wir produzieren.“ Pro Jahr entwirft daydream zwei neue Kollektionen, die die weite Altersspanne der Käuferschicht ansprechen sollen. Wer glaubt, die Zielgruppe seien ausschließlich Frauen, der irrt. "Wir haben auch eine Unisex-Kollektion.“ Die ist insgesamt dezenter gehalten und will durch schlichte, aber doch edle Optik überzeugen. Wem das nicht genug ist, für den steht ein Wellness-Set bereit, das zusätzlich zur kühlenden Schlafmaske ein nach Lavendel duftendes Nackenkissen aus Samt beinhaltet, das bei Bedarf in der Mikrowelle erwärmt werden kann.
Gerrit Wustmann