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Wenn es ein Segment gibt, das in den vergangenen zehn Jahren alle Märkte der westlichen Welt erobert hat, dann ist es die riesige Menge von Bio-Produkten. In allen Bereichen des Lebens finden sich Bio-Artikel wieder: Ob Lebensmittel, Waschmittel, Kleidung, Energie oder Treibstoff: Umweltbewusstsein und die Sehnsucht nach gesunder Lebensart führen zu immer neuen Entwicklungen auf dem heiß umkämpften Bio-Markt.
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Die Welt des Schlafs wird nun von Bio-Bettwäsche erobert. Hersteller wie Tinta DK, schlafgut oder Cotonea bringen ganze Kollektionen der ökologischen Zudeck-Alternative auf den Markt. Merkmale der zuvor vor allem bei Kinder- und Babybettwäsche präsenten Artikel: Materialien wie Baumwolle oder Leinen aus kontrolliert ökologischem Anbau werden als Grundlage für die Produktion der Textilien verwendet. Das heißt, die Entstehung der Baumwolle wird zunächst ohne Behandlung der Pflanzen mit Pestiziden, Insektiziden oder Fungiziden gewährleistet. Zudem verzichtet man im Anbau der Baumwolle auf Kunstdünger oder Entlaubungsmittel. Die spätere Behandlung zeichnet sich durch das Bleichen der Wolle auf Sauerstoffbasis und den Verzicht optischer Aufheller aus. Vor allem die Verwendung von Ammoniak, Chlorverbindungen und chlorierten Kohlen-Wasserstoffverbindungen sind tabu.
Färbungen werden schwermetallfrei, ohne Formaldehyd, Azo-Farbstoffe, benzinhaltige oder Ätzdruckverfahren vorgenommen. Daher kann die allergisierende Wirkung der Bettwäsche deutlich vermindert werden. Und auch der soziale Aspekt spielt bei der Herstellung von Bio-Bettwäsche keine untergeordnete Rolle. Auf Kinder- oder Sklavenarbeit wird grundsätzlich ebenso verzichtet wie auf Verträge mit Firmen, die untarifliche Leistungen oder menschenunwürdige Arbeitsbedingungen anbieten.
Der Kerngedanke hinter der aufwändig anmutenden Produktion der Öko-Bettwäsche ist so einfach wie überzeugend: Etwa ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett, weshalb die uns dort umgebenden Textilien eine optimale Hautverträglichkeit ebenso gewährleisten sollten wie insgesamt ein gutes Stück Ganzheitlichkeit.
Und die Vielfalt der angebotenen Produkte nimmt beinahe täglich zu. In allen Farben und Mustern werben die kuscheligen Exponate der Hersteller ökologisch bewusste Kunden an die Ladentheken. Zumindest die Ausrede der „unstylischen Hippie-Mode“ gilt also auch im trendbewusstesten Schlafzimmer nicht mehr. Und auch preislich liegt die Bio-Bettwäsche nicht über der „gewöhnlichen“ Kuschelerzeugmissen.
Marcus Italiani