Technogel, Leticia, daydream, Green Sweet, ITW: Innovationen auf der IMM
2009 und 2010 zeichnete sich die IMM Sleep in Halle 9 vor allem dadurch aus, dass vermeintliche Innovationen sich rasch als alter Wein in neuen Schläuchen entpuppte. Es gab zwar die ein oder andere interessante Idee, aber kaum etwas, das wirklich das Label „innovativ“ verdient hätte. 2011 gestaltete sich das zur Freude der Schlafen Aktuell-Redaktion anders: Neben wirklichen Innovationen fanden sich bemerkenswerte Weiterentwicklungen bewährter Konzepte, die deutlich mehr waren als kosmetische Änderungen.
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Technogel ist nicht neu. Schon 2010 präsentierte die Firma, die denselben Namen trägt wie ihr Produkt Kissen und weitere Accessoires, die mit dem blau schimmernden, elastischen Gel arbeiteten, und auch Schlaraffia verwendete das Material damals schon partiell um die Liegeeigenschaften etwa der Schulterzonen auf ihren Matratzen zu verbessern. Neu ist die in diesem Jahr zum ersten Mal vorgestellte Schaummatratze, die auf voller Fläche über eine Technogel-Matte verfügt. So neu wie die Idee ist auch das wirklich hervorragende Liegegefühl. (mehr erfahren: Technogel: Wirkliche Innovation auf der IMM 2011)
Auch neu ist das Matratzenkonzept, das der slowenische Hersteller Maremico unter dem Namen Leticia ausstellt (zur Info: Das Label Lectus von Maremico ist Sloweniens führende Wasserbetten-Marke). Während zahllose Produzenten ihre Schaummatratzen alljährlich neu zuschneiden und mit bunten, lustig anmutenden Querschnitten als „neu“ und innovativ anpreisen und dabei Innovation mit Kosmetik verwechseln, hat Maremico sich vorgenommen, wirklich auf die Kundschaft einzugehen: Hier kann sich jeder aus verschiedensten Elementen mit unterschiedlichen Eigenschaften die Matratze zusammenstellen, die am besten zu ihm passt. Insgesamt stehen zwanzig Module in fünf unterschiedlichen Härtegraden zur Verfügung, deren Kombination jederzeit geändert werden kann. Sicher werden die meisten Menschen ihre Grundeinstellungen schon beim Kauf wählen, aber wer bastelfreudig ist, der kann diese Matratze fürs Gästezimmer verwenden und ist immer gut vorbereitet. Zugegeben, das ist eine Spielerei – aber eine gute. Wer es weniger kompliziert mag, der kann aus fertig konfigurierten Modellen für diverse Ansprüche wählen.
Der Schlafmaskenhersteller daydream aus Köln (siehe auch: Schlafmasken von daydream) hat neben einem massiv erweiterten ansprechenden Designsortiment für alle erdenklichen Zielgruppen eine neue SkinCare-Maske im Programm: Das bereits 2010 vorgestellte Aloe-Vera-Modell wird nun durch eines mit Retinol und Ceramiden ergänzt. Ceramide regulieren die Feuchtigkeit der Haut, und Retinol regeneriert die Zellen. Zum Glück geht man bei daydream nicht so weit, zu behaupten, dadurch entstünde Schönheit im Schlaf – die Schlafmasken sind deutlich als ergänzendes Produkt zur Hautpflege gedacht. Für Beauty-Fans sicherlich eine schöne Idee, die auch optisch ansprechend daherkommt. Für zusätzliche Gemütlichkeit gibt es ein Wellness Set samt erwärmbarem Nackenkissen.
Green Sweet aus Taiwan ließ uns mit der dargebotenen Ruckelmatratze PowerSleep eher ratlos zurück (mehr erfahren: hhp & PowerSleep: Schlank und Gesund im Schlaf?), kündigte aber für 2012 eine Innovation an, die als noch nicht ganz ausgereifter Prototyp zu begutachten war: Eine Matratzenauflage (mit leider noch recht klinischer Optik), die mit Hilfe von 3D-Kameras in der Lage sein soll, die Körperstruktur und den Verlauf des Rückgrades des Nutzers zu analysieren und daraufhin die Matratze komplett selbständig dementsprechend zu konfigurieren. Wir sind gespannt, ob’s funktionieren wird…
Mit dem Concoon zeigte der Wasserbettenhersteller ITW ein Wellness-Klangwasserbett, das es in sich hat: das komplett abschließbare eiförmige Gebilde für eine Person ist mit einem ausgeklügelten Klang- und Lichteffektsystem ausgestattet, das absolute Entspannung abgeschlossen von der Außenwelt verspricht. Unser kurzer Test vor Ort auf der Messe wusste zu überzeugen (mehr erfahren: Von Akva über ITW bis ESP: Neues von der IMM)
Autor: Gerrit Wustmann
Foto: Koelnmesse, Karsten Jipp