was die Branche weiter treibt. Aktuelles von den großen Möbelmessen bis zu den kleinen Fachmessen im Land.
kompetente Händler von Nebenan. Sortiert nach Plz und Produktgruppen
Fachbegriffe & Wissenswertes im Überblick. Fachinformationen für den Laien einfach und verständlich aufbereitet.
Zu unserer Matratze haben wir eine ähnlich unzertrennliche Beziehung wie zu einem Paar guter, schon schäbig gewordener Schuhe, die wir nicht wegwerfen können. Im Schnitt behalten wir unsere Schlafunterlage 15 Jahre. Dabei haben wir die Wahl zwischen mehreren Typen:
- Anzeige -
• Federkern-Matratzen haben in ihrem Inneren viele miteinander verbundene Stahlfedern. Bei Bonellfederkernen sind die „taillierten“ Stahlfedern durch eine Spirale verbunden. Es gibt auch Federkerne aus Endlosfedern (hauptsächlich in angelsächsischen Ländern unter dem Namen „continuous coil“ verbreitet) und solche aus Stahlfedern mit kleinem Durchmesser (Leichtfederkerne). Bei Taschenfederkernen werden die einzelnen Federn in Stofftaschen eingenäht und diese miteinander verbunden.
• Über dem Federkern gibt es eine Polsterung aus Schaumstoff, die durch eine darunter liegende Filz- oder Vliesschicht vor den Metallfedern geschützt wird. Die Matratze steckt in einem Bezug aus BaumWolle oder aus einem Baumwoll-Viskose-Gemisch, dem so genannten Drell.
• Latexmatratzen werden aus Latex, dem milchigen Saft des tropischen Gummibaums, und synthetischen Anteilen hergestellt. Der Latexanteil kann dabei sehr unterschiedlich sein; besonders gut sind Matratzen aus 100% Latex.
• Schaumstoffmatratzen bestehen aus Schaumstoff, der durch verschiedene chemische Verfahren erzeugt wird ( Kaltschaum/Thermoschaum ). Diese Matratzen sind atmungsaktiver und haltbarer als Latexmatratzen, außer wenn es sich um eine reine Latexmatratze handelt.
• Futonmatratzen können ein „normales Bett“ aus Bettgestell und Matratze ersetzen. Die japanischen traditionellen Futons (zusammenrollbare, weiche Unterlagen) waren mit BaumWolle gefüllt; heute bestehen sie meistens aus mehreren Schichten ( BaumWolle, Schafwolle, Kokosfasern, Rosshaar, Naturlatex), die nach individuellen Bedürfnissen zusammengestellt werden.
• Wasserbetten haben eine „Matratze“ aus Wasser in einer Vinylumhüllung. Das Wasser kann individuell temperiert werden und das sanfte Schaukeln sorgt für eine schnelle Entspannung der Muskulatur, was dem Einschlafen förderlich ist. Allerdings sind Wasserbetten nicht atmungsaktiv und benötigen deshalb eine besondere Pflege. Sie können auch nicht verstellt werden.
• Luftmatratzen werden heute sowohl als Camping-Schlafgelegenheit als auch beim Schwimmen verwendet.
• Es gibt auch Spezialmatratzen für bettlägrige Personen: So genannte Antidekubitusmatratzen enthalten Luftkammern, deren Luftdruck verändert werden kann, so dass der Schlafende an wechselnden Stellen gestützt wird.
• Naturmatratzen haben Füllungen aus Rosshaar, Kokosfasern, Stroh, Seegras oder Kapok.
Von ganz weich bis ganz hart
Gutes Schlafen hängt in großem Maße von der richtigen Härte der Matratze ab. Die üblichen Härtegrade 1–3 stellen keine allgemeingültige Norm dar; manche Hersteller bieten auch 4 Härtegrade an oder verwenden ganze Härteskalen. Gewöhnlich steht 1 für den niedrigsten Härtegrad, 3 für den höchsten. Leichtgewichtige Personen sollten sich für weichere Matratzen entscheiden als schwergewichtige Menschen, da diese in einer weichen Matratze viel stärker einsinken würden. Aber das ist nur eine allgemeine Empfehlung; schwerere Menschen können sich durchaus auch „weich“ betten und müssen dafür nur zu einer dickeren Matratze greifen. Am sinnvollsten ist längeres Probeliegen bzw. das Mitnehmen der Matratze für eine „Testnacht“, womit die meisten Matratzengeschäfte einverstanden sind.