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Ist der Boxspring-Hype vorbei oder geht er gerade erst richtig los? Peter Rickes, der unter dem Label Clay Sanders Boxspring- und Wasserbetten in Deutschland vertreibt, glaubt an einen anhaltenden Trend und kann von rasant ansteigendem Kundeninteresse berichten. Aber auch Hybrid-Lösungen wie ein Wasserbett in Boxspring-Optik sind gefragt.
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Schlafen Aktuell: Herr Rickes, einerseits war die Bettenpräsentation auf der IMM Cologne in diesem Jahr von Boxspring beherrscht, andererseits glauben viele Hersteller, der Hype sei schon vorbei und Boxspring würde sich in Deutschland nicht durchsetzen…
Peter Rickes: Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Ich bin ganz sicher, dass uns das Thema noch intensiv begleiten wird. Wir haben eine riesige Zunahme von Verkäufen, etliche Händler fragen vermehrt nach. In größeren Städten wie Berlin sprießen die Boxspring-Studios wie Pilze aus dem Boden, auch in Köln lässt sich das beobachten. In Köln haben wir zum Beispiel einen neuen Showroom mit siebzig Betten.
Schlafen Aktuell: Wie Woher kommt dann die Skepsis?
Peter Rickes: Einige Händler stellen sich aufgrund des Hypes, den sie nicht verpassen wollen, ein Boxspringbett in die Ecke. Dass das so nicht funktioniert, ist klar. Zwei bis drei Betten müssen schon sein, und man muss sie so präsentieren, dass sie dem Kunden ins Auge fallen. Was nicht ordentlich präsentiert wird, verkauft sich auch nicht.
Schlafen Aktuell: Ersetzen die Leute dann ihr Wasserbett durch ein Boxspringbett?
Peter Rickes: Die Boxspring-Kunden sind eine andere Klientel als diejenigen, die üblicherweise Wasserbetten kaufen. Oft sind es Leute, die mehr Geld zur Verfügung haben. Weil es eine andere Zielgruppe ist, findet auch keine Verdrängung statt. Aber dennoch wird Boxspring auch bei Wasserbett-Kunden ein Thema. Unser Bestseller bei Clay Sanders ist das Modell "Optimo": Ein Wasserbett in Boxspring-Optik, das wir in drei Varianten anbieten. Wir machen die Erfahrung, dass Kunden in den Laden kommen und nach einem Wasserbett suchen, und dann bleiben sie vor der Variante mit Boxspringoptik stehen und wollen genauer wissen, was das ist. Es fällt einfach ins Auge, und die Einstiegshöhe ist angenehmer, komfortabler. Das kommt gut an.
Schlafen Aktuell: Wie ist der Hype zu erklären?
Peter Rickes: Zum einen wird mehr für Boxspring geworben, dadurch erhöht sich die Aufmerksamkeit. Dazu kommt, dass die Menschen sehen, dass es Boxspringbetten jetzt auch in bezahlbaren Preisklassen gibt. Unsere Betten von Clay Sanders bewegen sich im Preisbereich zwischen 2800 und 4500 Euro.

Schlafen Aktuell: Früher fand man Boxsprings fast nur in Hotels. Wollte man sich selbst eins kaufen, musste man 10.000 Euro und mehr hinblättern. Aber wo ist die Untergrenze?
Peter Rickes: Unter 2000 Euro sollte man vorsichtig sein, da kann im Grunde die Materialqualität nicht mehr stimmen. Man braucht gute Stoffe, eine hochwertige Federung, massives Holz. Keine Spanplatten oder Ähnliches. Darauf achten wir bei Clay Sanders.
Das Gespräch führte Schlafen-Aktuell-Redakteur Gerrit Wustmann.