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Das Thema Boxspring ist in aller Munde wenn es um Betten geht. In den letzten Jahren ist ein regelrechter Hype entstanden, den in Deutschland so kaum jemand erwartet hätte. Denn die „Continentalbetten“ gelten eher in den USA oder Skandinavien als beliebt. In Hotels weit verbreitet, gab es sie für den Heimbereich lange Zeit nur im hochpreisigen Luxussegment. Doch das hat sich gewandelt. Heute gibt es Boxspringbetten auch für den kleineren Geldbeutel. Schlafen Aktuell stellt einige Labels vor.
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Normalerweise ist es so, dass teure Luxusprodukte auf einem bestimmten Preislevel gehalten werden. Denn was plötzlich billig und für jedermann zu haben ist, verliert seinen Status. Im Bettenbereich ist es aber kaum zu vermeiden, dass irgendwann Systeme auch günstiger angeboten werden – große Markenhersteller wie Hästens oder Vi-Spring halten mit ihrem Image dagegen. Auch bei Boxspringbetten hat eine Trendwende eingesetzt. Nach und nach drängten Anbieter auf den Markt, die Boxspringluxus für die Mittelschicht versprachen. Wie immer kamen auch windige Billiganbieter hinzu, die mit minderwertiger Ware Preisdumping betrieben. Worauf man achten sollte, erzählt Peter Rickes im Interview mit Schlafen Aktuell: Bei unter 2000 Euro solle man skeptisch werden, sagt er, denn da könne im Grunde die Materialqualität nicht mehr stimmen.
Rickes selbst kommt aus der Wasserbetten-Branche und hat mit Starlight ein etabliertes Label. Zusätzlich verkauft er nun auch Boxspringbetten der Marke Clay Sanders, die bezahlbaren Luxus verspricht. „Unsere Betten liegen im Preisbereich zwischen 2800 und 4500 Euro.“ Das Augenmerk liegt sowohl auf Komfort als auch auf Design.
Ähnliche Schwerpunkte setzt auch die Manufaktur Dormastyle aus Köln, die Boxspringbetten aus deutscher Fertigung in Handarbeit herstellt und sich optisch nach der skandinavischen Variante richtet. Die verwendeten Materialien stammen aus Deutschland und Westeuropa – trotz vergleichsweise niedriger Preise setzt man sich klar vom Billigimage vieler Importanbieter ab.
Breckle hingegen produziert seine Betten wie Dormastyle auch in Deutschland und unterhält ein eigenes Schlaflabor. Das Unternehmen, das mehrere unterschiedliche Bettsysteme herstellt, hat sich an unterschiedlichen Standorten auf unterschiedliche Fertigkeiten spezialisiert, darunter auch komplette Boxspringsysteme mit einer eigens entwickelten Federung. Auch hier kommen die Materialien überwiegend aus Deutschland, die Drähte der Federung eingeschlossen.
Boxspringbetten von Clay Sanders, Dormastyle und Breckle bewegen sich im unteren bis mittleren Preisbereich – trotzdem versprechen die Hersteller Qualität in Material und Verarbeitung. Wer sich ein Boxspring ins Schlafzimmer stellen will ohne ein Vermögen zu investieren, darf hier einen Blick riskieren. Wie immer gilt: Probeliegen und vergleichen.
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Autor: Gerrit Wustmann |