Weiches Polyvinylchlorid

Thermoplastischer Kunststoff


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Vinyl

Als Vinyl bezeichnet man im Allgemeinen ein weiches Polyvinylchlorid (PVC).

Polyvinylchlorid ist ein amorpher thermoplastischer Kunststoff. Es ist hart und spröde, von weißer Farbe und wird erst durch Zugabe von Weichmachern und Stabilisatoren weicher, formbar und für technische Anwendungen geeignet.


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Der Zusatz von Weichmachern verleiht dem von Natur aus harten Werkstoff Eigenschaften, die denen von Gummi sehr ähnlich sind. Als Weichmacher werden vor allem Phthalsäureester eingesetzt. Weniger Bedeutung haben Adipinsäureester und Phosphorsäureester. Die Weichmacher lagern sich bei der thermoplastischen Verarbeitung zwischen die Molekülketten des PVC ein und lockern dadurch das Gefüge auf. Da es sich bei der Einlagerung nicht um eine chemische Bindung handelt, können Weichmachermoleküle von der Oberfläche der PVC-Artikel verdampfen oder in andere Stoffe migrieren. Als Stabilisatoren werden meist Kadmium, aber auch Gold und Platin eingesetzt. Diese sollen die Weichmacher stabil im Material binden.

Zur Herstellung einer Matratzenhaut bei Wasserbetten werden im Allgemeinen besonders hochwertige, weiche und extrem langlebige Mischungen verwendet. Der Hersteller TTI ist sogar im Besitz einer eigenen Vinylrezeptur, welche unter dem Namen 4D ein eingetragenes Markenzeichen ist und patentrechtlich geschützt ist.

Ein weiterer patentrechtlich geschützer Begriff ist Mesamoll aus dem Hause Bayer. Hierbei ist aber zu beachten, dass nicht das Vinyl, sondern der Weichmacher als Begriff geschützt ist. Weshalb auch der Begriff Mesamoll-Vinyl irreführend ist.

Zur Zeit verarbeiten gerade mal zwei europäische Wasserbettenmarken ein Hochqualitätsvinyl mit Mesamoll und bewerben dieses auch. Es tauchen aber auch immer mehr Kopien aus Fernost im Handel auf, welche zwar Mesamoll beinhalten, jedoch in so geringen Mengen und Abmischungen, das keinesfalls die von Bayer beworbenen Eigenschaften erreicht werden können.

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