Wasserbetten: Fachverband will sich öffnen

Fachverband will Schulungen für Fachhändler anbieten


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Fachverband Wasserbett: Neuer Start und neue Ziele

Der Fachverband Wasserbett galt lange als problematische Einrichtung, die sich zu sehr darin verliert, die eigenen Mitglieder zu pushen, anstatt dem Produkt Wasserbett an sich zu dienen. Nun soll alles anders werden. Schon nach der letztjährigen Hauptversammlung gaben sich einige Mitglieder optimistisch. Die ersten Ergebnisse zeichnen sich ab. So will der Verband in Zukunft offener auftreten, hat seine Mitgliedskriterien gelockert und will spätestens ab 2014 jährliche Schulungen auch für Nicht-Mitglieder anbieten.


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„Natürlich kann man festgefahrene Strukturen nicht von heute auf morgen aufbrechen“, sagte TBD-Geschäftsführer Andrejel Zajac bereits im letzten Jahr. „Das braucht Zeit und viele Gespräche. Ich will niemanden überreden, ich will überzeugen.“ Sein Optimismus ist heute größer denn je. Auch er sieht die bisherigen Strukturen des Fachverbands Wasserbett als ziemlich problematisch an. „Aber mit der Neuwahl des Vorstands und durch das Engagement neuer Mitglieder kommt langsam ein neuer Wind auf“, erzählt er.

Bislang war eine Mitgliedschaft im Fachverband, der Händler und Hersteller unter einem Dach versammeln will, aufgrund fragwürdiger Auswahlkriterien in der Satzung längst nicht allen potentiellen Interessenten möglich. Viele Händler sagten auch, der Verband spiele für sie keine Rolle. Wie schädlich diese Außenwirkung letztlich für das Produkt Wasserbett und auch die Verbandsmitglieder selbst ist, hat man inzwischen erkannt. „Der Verband will sich öffnen“, sagt Vorstandsmitglied Roger Lumma: „Desto größer und offener der Verband ist, desto mehr können wir gemeinsam leisten.“

Zu diesen Leistungen sollen auch jährliche, spätestens 2014 beginnende Schulungsprogramme gehören, die dann erstmals auch Nichtmitgliedern offenstehen. Die Wasserbettenhändler im gesamten Bundesgebiet sollen in der Technik, im Verkauf und der Ergonomie geschult werden, der Verband will umfassendes Fachwissen kommunizieren und auch in der Herstellerneutralen Bewerbung des Produktes Wasserbett stärker und wirksamer auftreten als bisher.

„Natürlich sollen dadurch auch neue Mitglieder für den Verband gewonnen werden“, fügt Zajac hinzu. Lumma sieht auch den persönlichen Kontakt und Austausch, der bei solchen Schulungen zustande kommt, als wichtigen Faktor an. Der Erfahrungsaustausch unter Kollegen sei wichtig und helfe auch, Probleme zu lösen und die Zusammenarbeit zu intensivieren. „Wir wollen den Verband interessant gestalten und mit dem bisherigen Image aufräumen. Ich kann nachvollziehen, dass manches falsch angekommen ist“, sagt Lumma. Zum Beispiel dass der Fachverband auf Messen bisher in wechselnde Herstellerstände integriert war, was bei Messebesuchern auf Unverständnis stieß. Es ist geplant, dass der Fachverband in Zukunft für sich selbst und damit für seine Mitglieder steht. Lumma hat inzwischen auch die Pressearbeit übernommen. „Der gute Kontakt zu den Medien ist mir wichtig. Der Verband soll neutral bleiben und mit allen gut harmonieren.“

Die ersten Schritte sind offensichtlich getan. Schlafen Aktuell wird den weiteren Weg beobachten; die Ansätze und Ideen klingen gut. Es scheint, als würde der Muff der letzten Jahre nun endlich ausgekehrt. Für Händler und Hersteller ist dies eine Chance, und auch der Endkunde kann von professioneller und seriöser Verbandsarbeit profitieren.

 

Autor: Gerrit Wustmann