Bettwäsche: Vielfalt von Material und Qualität

Günstige Bettwäsche muss nicht schlecht sein


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Bettwäsche: Von Baumwolle über Satin bis Mikrofaser

Ein neues Bett kauft man ein paar Mal im Leben – neue Bettwäsche steht öfter auf dem Programm. Das Angebot, auf das man als Kunde sowohl online als auch offline trifft, reicht von billiger Discounterwaren bis hin zu teuren und luxuriös anmutenden Bettwaren. Beides kann sowohl gut als auch schlecht sein. Eine kleine Orientierungstour von Schlafen Aktuell…


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Je nachdem, was für ein Bett man besitzt bzw. zur Zeit nutzt, wird man auch unterschiedliche Ansprüche an die Bettwäsche haben. Beispielsweise stellt ein Wasserbett oder ein Gelbett andere Anforderungen als ein Massivholzbett oder ein Hochbett. Außerdem gibt es spezielle Bettwäsche für Baby- und Kinderbetten, die sich in Größe und Optik unterscheiden.

Wer überlegt, womit er seine Matratzen, Kopfkissen und Bettdecken beziehen möchte, sollte, egal ob in der untersten oder obersten Preisklasse, auf die Qualität achten. Wichtig ist, dass die Materialien schadstoffarm sind, was vor allem, bei Billigware nicht immer der Fall ist. Bettwäsche günstig zu erstehen ist manchmal ein Vorteil, der nicht lange währt. Die verwendeten Färbemittel können giftige Chemikalien enthalten, die bestimmte Grenzwerte überschreiten. Das ist ganz besonders im Kinderzimmer wichtig. Ein Qualitätsindikator ist in diesem Fall der sogenannte Ökotex-Standard 100, der Schadstofffreiheit garantieren soll, und den man am Label „Textiles Vertrauen“ erkennt.

Zur Qualität gehört auch die Verarbeitung, über die der Preis nicht unbedingt etwas aussagt. Ein Blick auf die Nähte und ein Erfühlen des Stoffes kann weiterhelfen. Beim Preisaspekt lohnt sich immer der Vergleich, sowohl über Preisvergleichsportale im Internet als auch im stationären Handel – denn die Discounter sind nicht immer billiger als die Fachhändler, auch wenn sie das stets behaupten. Günstige und gute Bettwaren bietet auch manches Bettenstudio an, ebenso wie einige Versandhändler. Beim Versand sollte man aber die Portokosten im Auge behalten, die den Preis eines vermeintlich günstigen Produktes mitunter in die Höhe treiben. Aussteuerqualität – also Bettware, die ein Leben lang hält – gibt es im Angebot einer Handvoll Markenhersteller. Je nach Budget lohnt sich ein Blick darauf.

Die Größe ist variabel. Standardmäßig ist der Bettdeckenbezug in den Maßen 200 x 155cm erhältlich, aber auch kleinere Varianten für Kinderbetten oder Bettwäsche in Übergröße ist erhältlich.

Hautverträglich sollte Bettwäsche sein und nicht zuletzt sollte sie in der Lage sein, Bettdecke, Kopfkissen und Matratze zu schonen, etwa indem sie den Großteil des nächtlich abgegebenen Schweißes aufsaugt. Bettware hat in erster Linie drei Funktionen: Sie soll optisch ansprechend und gemütlich sein und dient zum Schutz von Matratze, Decken und Kissen.

Lange Zeit wurde hierfür reiner Leinenstoff verwendet, bis sich von rund 200 Jahren die aus dem orientalischen Raum kommende Baumwolle mehr und mehr durchgesetzt hat. Baumwolle ist heute nicht nur für Bettwaren, sondern auch bei der Kleidung weltweit der gebräuchlichste Stoff, während preisgünstige Synthetik qualitativ eher negative Eigenschaften hat. Beliebt sind aus Baumwolle fabrizierte Jersey-Stoffe. Vor allem im Sommer oder generell in wärmeren Regionen sind Seide und Satin zu empfehlen. Obwohl sie auch heute noch als Luxusstoffe gelten sind sie inzwischen relativ erschwinglich geworden und bieten ein angenehm weiches und kühlendes Gefühl auf der Haut. In der untersten Preisklasse der Satin-Bettwäsche besteht aber die Gefahr, dass das Material aufgrund der Verarbeitung schnell steif wird und sich elektrostatisch auflädt.

Zuletzt wird vermehrt von Ärzten spezielle Mikrofaser-Bettwäsche für Allergiker angeboten, da diese weniger Staub aufnimmt, in dem der für Allergiker gefährliche Milbenkot enthalten ist. Zu beachten ist, dass es sich dabei um hochaufgerauhte Synthetikfaser handelt, und das bedeutet: Man schwitzt im Schlaf erheblich mehr.