Neue Matratzenheizung: 1mm dünnes High-Tech-System

Rundum warmer Schlaf: Bett-Heizungen auf der IMM 2011


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Matratzenheizung: Das Ende der kalten Füße

MessestandEs gibt bestimmte Äußerungen des weiblichen Geschlechts, die Männer regelmäßig dazu bringen, genervt die Augen zu rollen. "Meine Füße sind so kalt" ist einer der absoluten Klassiker. Abhilfe schafft T.B.D.: Neben dem bewährten Carbon Heater für Wasserbetten stellte die T. B. D. auf der IMM Cologne 2011 die bereits im Herbst 2010 angekündigte neue Matratzenheizung erstmals dem Fachpublikum vor.


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Ein Wasserbett kommt ohne Heizung nicht aus. Mit den unterschiedlichen Varianten ihres Carbon Heaters hat sich die T. B. D. aus Villingen-Schwenningen optimal am Markt platziert und überzeugen seit Jahren vor allem durch Qualität und gute Ideen. Während sie großen Wert auf Spezialisierung legen, ist der Konkurrent Flextem aus Bobenheim-Roxheim etwas breiter aufgestellt: Wer noch nicht wusste, was man alles heizen kann, erfährt es dort. Neben der etablierten Wasserbett-Heizung Calore gibt es Kuriositäten wie Tassen-Heizungen und Badezimmerspiegel-Heizungen. Es scheint wirklich für alles einen Markt zu geben…

Die T. B. D. hat ihr Programm zur Messe in diesem Jahr erstmals um ein gänzlich neues Produkt erweitert: Eine Heizung, die mit nahezu allen Matratzensystemen (z. B. Visco-Matratzen, Kaltschaummatratzen oder Federkernmatratzen) kombiniert werden kann. Neben einer Standardgröße gibt es optional auch die kleinere Version nur fürs Fußende bzw. frei positionierbar - damit das Gejammer über klamme Zehen endlich ein Ende findet. Die Fixierung funktioniert elastisch aber rutschfest.

Das System an sich ist tatsächlich interessant: Die Heizung ist ein millimeterdünnes zweilagiges Polyesterfliesgewirke. Zwischen beiden Lagen ist ein Netz aus hauchdünnen Carbon-Fäden, sogenannte Rovings gewebt, die nicht spürbar sind. Diese Heizung, die so weich und elastisch ist wie ein Taschentuch, macht einem schlagartig bewusst, was heutzutage im High-End-Sektor möglich ist. "Das Heizsystem funktioniert mit Niederspannung (12 Volt o. 24 Volt) bzw. Gleichstrom", erklärt Andrejel Zajac, "dadurch entstehen erst keine elektrischen Wechselfelder (Elektrosmog) und zudem sorgt es für maximale Sicherheit. Wenn einer der Karbondrähte beschädigt wird, hat das keine Auswirkung auf das Funktionieren der Heizung." Durch den Niederspannungsbetrieb wird Gefahr ausgeschlossen: Wenn man mal versehentlich Flüssigkeit über die Heizung kippt, passiert rein gar nichts. Auch Feuchtigkeit bildet sich auf der Polyestermatte, die sich flexibel dem Körper anpasst, nicht da es vollständig atmungsaktiv ist. Die Liegeeigenschaften der Matratze werden in keiner Weise beeinträchtigt. Zajac: "Außerdem ist die Heizung, ebenso wie unsere Modelle fürs Wasserbett, programmierbar. Die Heiztemperatur zwischen 25° und 42° lässt sich ebenso wie die Heizdauer nach Wunsch einstellen, wobei 42° nicht zum Schlafen, sondern zur Muskelentspannung bei Rheuma gedacht sind."

Als Zusatzfeature gibt es den sogenannten Hygienemodus: In ihm erwärmt sich die Heizung zwei Stunden lang auf 60° - die Temperatur, bei der ca. 70% bis 80% der Milben und deren Ausscheidung neutralisiert werden. Zwar ist der Mensch nicht gegen Milben, sondern gegen deren Ausscheidung allergisch, aber "wer den Hygienemodus regelmäßig nutzt, kann verhindern, dass sich Milben überhaupt erst bilden und minimiert das Allergierisiko dadurch erheblich."

Das neue System hatten die Zajacs Ende 2010 in einer Pressemitteilung angekündigt und waren zu Beginn der IMM 2011 auf die ersten Reaktionen gespannt. Am ersten Messetag war noch Skepsis zu hören - da die Heizung sehr speziell und nicht gerade discounterfähig ist, sondern vielmehr im gehobenen Fachhandel ihren Platz findet, war man umso mehr auf das Feedback der Branche gespannt, dass dann rasch überaus positiv ausfiel. Voraussichtlich wird das Heizsystem ab Herbst/Winter 2011 bei über 200 Fachhändlern erhältlich sein.

Autor: Gerrit Wustmann