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Kennen Sie das? Sie wälzen sich nachts umher, können nicht so recht einschlafen, weil Sie schwitzen oder frieren, Ihnen fehlt die Entspannung unter der Bettdecke. Das kann mit einem falschen Schlafklima und auch der falschen Decke zu tun haben. Schlafen Aktuell hat sich die unterschiedlichen Angebote genauer angesehen.
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Nachts zu schwitzen oder zu frieren kann dazu führen, dass die Tiefschlafphasen beeinträchtigt werden – diese sind für den erholsamen Schlaf besonders wichtig. Das Schlafklima ist der Knackpunkt. Es wird einerseits von der Raumtemperatur und der Luftfeuchtigkeit, andererseits von der Bettdecke beeinflusst. Hinzu kommt das individuelle Befinden, denn während manche Menschen eher frieren (darunter leiden vor allem Frauen), neigen andere zum Schwitzen und bevorzugen daher eine andere Schlaftemperatur als andere. Hersteller von Bettdecken, die sich des Problems annehmen, teilen die Menschen daher in Wärmegruppen ein. Das hilft dem Händler, gezielter beraten zu können.
„18° ist die optimale Schlafzimmertemperatur“, sagt Peter Andres vom Bettwarenhersteller Sanders. Da dies in heißen Sommernächten aber schwerlich einzuhalten ist, rät er zum Wechsel zwischen speziellen Winter- und Sommerdecken. Bei Traumina kennt man fünf Wärmeklassen. Auch andere Hersteller arbeiten mit solchen Unterteilungen. Wer sein Wärmebedürfnis als eher gering einschätzt braucht eine andere Zudecke als jemand, der viel Wärme bevorzugt.
Damit der Körper atmen kann, Schweiß verdampft und es sich zu einer feucht-warmen Atmosphäre im Bett kommt, müssen Matratze und Bettdecke luftdurchlässig sein. Synthetische Materialien sind eher selten atmungsaktiv und verhindern, dass die 0,3 bis 0,9 Liter Schweiß, die der Mensch jede Nacht abgibt, sich verflüchtigen. So entsteht ein negatives Schlafklima – und auf Dauer unter Umständen auch ein hygienisches Problem.
Bei Sanders hat man hierfür die Climabalance-Bettdecken entwickelt. „Ob ein Kunde nun Daunen, Schafschurwolle, Kamelhaar oder etwas anderes bevorzugt, ist jedem selbst überlassen. Hauptsache ist, dass man sich wohlfühlt. Ein für alle optimales Füllmaterial gibt es nicht“, sagt Andres. „Entscheidend ist auch die Größe der Decke. Ab 1,80 Körpergröße sollte man nicht mehr die Standardmaße nehmen, sondern besser zu einer Bettdecke in 155 mal 220cm greifen, damit auch wirklich der komplette Körper zugedeckt ist.“ Climabalance-Decken haben eingebaute „Luftkanäle“, die eine stete Luftzirkulation sicherstellen sollen.
Diese und vergleichbare Lösungen sollen Abhilfe schaffen und die Schlafqualität verbessern. Bevor man allerdings jetzt zum nächsten Fachgeschäft rennt und sein Schlafzimmer neu ausstattet, sollte man sich die Frage stellen, ob der schlechte Schlaf nicht eventuell andere Ursachen hat – Stress zum Beispiel. In dem Fall hilft eine neue Bettdecke freilich nicht. Psychologische Faktoren für Schlafstörungen sollten zuvor ausgeschlossen werden. Bei Frauen tritt zudem in den Wechseljahren vermehrtes nächtliches Schwitzen auf, das mit einem optimierten Schlafklima auch nur teilweise zu verbessern ist.
Autor: Gerrit Wustmann
Bild 1 u. 2: © Monster - Fotolia.com
Bild 3: © Gebr. Sanders GmbH & Co. KG