Was kostent ein gutes Boxspring-Bett

Preise der unterschiedlichen Qualitäten beim Boxspring


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Boxspring: Luxus - auch für kleinere Geldbeutel?

Sparschwein„Ab 1.000 Euro sind Sie dabei.“ Die Faustregel nennt nicht nur Frank Markmann, Geschäfsführer der gleichnamigen Firma, die Boxspringbetten und -sofas sowie Matratzen und Zustellbetten herstellt und vertreibt. Auch die Konkurrenz von Otten, Hülsta und Hantermann bietet Komplettlösungen ab diesem Preis an. „Die individuelle Beratung ist dabei natürlich im Preis enthalten“, so Markmann. Nach oben gibt es bei den meisten Herstellern und Händlern dagegen keine Grenze.


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Sehr viel preiswertere Angebote, meist zwischen 500 und 800 Euro, findet man bei manchem Online-Anbieter und im Versandhandel. Wer sparen möchte, muss hier jedoch oft auf qualitativ hochwertige Markenprodukte verzichten. Auch die individuelle Beratung sowie der physische Kontakt zwischen Kunde und Produkt fällt weg, was bei der Lieferung manchmal zu bösen Überraschungen führt. Bei bekannten Versandhäusern kann man sich allerdings meist auf eine problemlose Rückgabe verlassen, wenn das georderte Bett dann doch nicht den Vorstellungen entspricht. Lieferung frei Haus und kostenloser Aufbauservice, wie er im Versandhandel oft üblich ist, bieten ebenfalls einige, allerdings nicht alle Markenhersteller.

Die zweite Faustregel für Boxspringbetten lautet: Je individueller das Modell und je hochwertiger das verwendete Material, desto teurer die Schlafstätte. Bleibt der Kunde bei den Standardmaßen, ist er nicht übermäßig groß oder schwer, kein Allergiker und hat er im Bezug auf Qualität und Farbe der Bezugsstoffe keinen allzu ausgefallenen Geschmack, findet er im Preissegment zwischen 1.000 und 1.500 Euro leicht ein passendes Bett. Wählt er jedoch statt der 200 Zentimeter die 220er Länge, statt der Kaltschaum die Latex-Schurwoll-Auflage und statt der Bettfüße aus schlichter Buche die aus dunkler Eiche kann aus dem Schnäppchen für 1.500 Euro leicht ein kostspieliges Schlafzimmermöbel von rund 3.000 Euro werden. Aufgepasst: Bei manchen Anbietern sind auch Zubehörteile wie das Kopfteil und selbst die Obermatratze nicht im Preis enthalten.

Ein höherer Preis muss auch immer für die Boxspringbetten bezahlt werden, die motorisch verstellbar sind, wobei es auch hier große Funktions- und damit Preisunterschiede gibt. Sind die meisten Betten zwischen 1.500 und 3.000 Euro mit der Möglichkeit ausgestattet, Kopf- und Fußposition unabhängig voneinander per Fernbedienung zu verändern, steigen die Kosten für Varianten, bei denen die bevorzugte Liegeposition im „Gedächtnis“ des Systems gespeichert werden kann oder eine Notabsenkung sowie automatische Netzfreischaltung zum Standard gehören. Sollen neben Matratze und Bettkonstruktion auch die Stoffe Markenqualität besitzen, landet man leicht in Bereichen zwischen 5 und 10.000 Euro.

Doch teurer geht immer: Individuell geplante Betten mit Matratzen, die aus Hand gefertigten Taschenfedern bestehen, beginnen preislich erst jenseits der 10.000. Gerechtfertigt werden diese Preise auch durch die Verwendung hochwertiger und meist ausschließlich natürlicher Materialien. Die Hersteller dieser „Giganten unter den Betten“ lassen an den gut betuchten Schläfer in diesem Preissegment nur edelste Produkte wie natürliches Rosshaar, reine Lammwolle, feinstes Kaschmir, Alpaca und Mohair – natürlich von Hand gekämmt.  Selbst der Name des stolzen Besitzers wird auf Wunsch eingraviert. Dieser Luxus verlangt dann allerdings einen Geldbeutel, bei dem rund 28.000 Euro für ein Bett keine Rolle mehr spielen. Und das Vi-Spring Flagschiff schlägt mal eben mit 36.000 Euro zu Buche.

Marcus Italiani