Bundeskartellamt ermittelt in der Matratzen-Branche

Preisabsprache bei Matratzen?


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Matratzen-Skandal? Bundeskartellamt ermittelt

Das Bundeskartellamt ermittelt seit Anfang August in der Matratzen-Branche. Mehrere namhafte Hersteller sollen illegale Preisabsprachen getroffen und Druck auf Händler ausgeübt haben. Bislang handelt es sich allerdings nur um einen Verdacht.


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Am Dienstag, den 2. August, herrschte Aufregung in der Matratzenbranche. In mehreren Bundesländern, darunter Nordrhein-Westfalen, Bayern und Brandenburg, wurden im Zuge einer Razzia die Räume von Händlern, Herstellern und Einkaufsverbänden durchsucht. Zahlreiche Medien berichteten. Nach Informationen von Schlafen Aktuell, soll ein Hinweisgeber aus der Branche selbst die Ermittlungen ausgelöst haben.

Die Vorwürfe sind schwerwiegend: Es geht um illegale Preisabsprachen beim Verkauf von Matratzen und Lattenrosten. Händler sollen unter Druck gesetzt worden sein, Mindestpreise einzuhalten. Dies wäre eine massive Wettbewerbsverzerrung. Laut MAZ zeigte sich der Fachverband der Matratzenindustrie „erschüttert“. Unter den betroffenen Herstellern sollen Tempur, Schlaraffia, Malie, Fey & Co, Rectical und weitere große Namen sein, laut verschiedenen Berichten soll es auch beim Einkäufer Begros Durchsuchungen gegeben haben.

Mehrere Hersteller sollen sich überrascht gezeigt und ihre Kooperationsbereitschaft zugesichert haben. Branchenintern wurde bereits seit Jahren der Verdacht derartiger Praktiken vermutet, wie Schlafen Aktuell mehrfach erfuhr.

Bislang handele es sich allerdings nur um einen Anfangsverdacht, bestätigt das Bonner Bundeskartellamt gegenüber Schlafen Aktuell. Das beschlagnahmte Datenmaterial müsse erst untersucht werden, dann werde sich zeigen, ob an den Vorwürfen etwas dran sei oder nicht. Schlafen Aktuell wird weiter berichten.