Ekomat auf der IMM 2011: Futons & Naturmatratzen

Futon und Naturmatratze: Rosshaar, Baumwolle, Schurwolle, Kokos


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Futon: Schlafen wie in Japan mit Ekomet

Messestand IMM-Cologne-2011 von EkometEkomat aus Inowlodz in Polen ist mit seinem Label Vitaline der einzige Hersteller auf der IMM Cologne 2011, der offiziell Futons anbietet, soll heißen: seine Betten so nennt. Präsentiert wird sowohl die "westliche" Futonvariante, gepaart mit Accessoires und interessanten Matratzenideen, als auch das japanische Original. Der Futon hat es scheinbar schwer in Deutschland. Warum eigentlich?


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Die Matratzenauswahl am Stand von Ekomat ist groß. Zwar wird nur ein (sehr ansehnliches und höchst gemütliches) Bett ausgestellt, doch in einem Regal findet sich gleich eine ganze Kaskade an Matratzen-Querschnitten. Hier offenbart sich die Stärke des Herstellers: sein Variantenreichtum. Mann muss das gesehen haben, damit man sich bewusst werden kann, welche Variationsvielfalt aus den an sich simplen, großteils natürlichen Materialien Baumwolle, Schurwolle, Hanf, Latex, Kokoskern, Rosshaar und Schaumstoff entstehen kann.

Einer von vielen Matratzenquerschnitten bei EkometDer Begriff Futon wird bei Ekomat sehr weit ausgedehnt, daher wahrscheinlich auch der allgemeinere Zusatz "Naturmatratze". Die Basis ist der traditionelle japanische Futon: Zwei Schichten Baumwolle, dazwischen Kokos oder Rosshaar. Aber auch Latex oder Hanf im Kern sind zu sehen, und wildere Kombinationen. Etwa ein Mix aus Baumwolle, Latex, Kokos und Schurwolle oder gar eine Matratze, deren Füllung ausschließlich aus Schurwolle besteht.  Die speziell auf Kinder ausgerichtete Matratze "Moritz" Hat innen eine dicke Kokosschicht, umrundet von wenigen Zentimetern Baumwolle, während bei "Tom" Kokos mit einem recht dicken Latexsegment kombiniert wird.

Ein möglicher Matratzenquerschnitt bei EkometDie Matratzen unterscheiden sich teils kräftig in ihren Liegeeigenschaften und reichen von sehr hart bis sehr weich (wobei weich beim Futon immer noch recht hart ist). Der Clou ist, dass es Ekomat dem Kunden ermöglicht, sich seine Matratze komplett individuell zusammenzustellen. Wer eine reine Latexmatratze wünscht, der bekommt eine, und wer darauf besteht, dass sämtliche verfügbaren Materialien verarbeitet werden, kann auch das bestellen. Dasselbe gilt für die Größe und Form der Matratze: Ekomat wirbt damit, jeden Kundenwunsch erfüllen zu können.

Ekomat ist ein noch recht junges Unternehmen - gerade erst seit fünfzehn Jahren am Markt. Aber die in dieser Zeit gesammelte Erfahrung und die auch optisch junge Ausrichtung können überzeugen. "Futons kommen gerade sehr stark", erfahren wir, "und auch Yoga, aber Yoga ist ja immer modern." Neben dementsprechenden Yogakissen und Yogamatten gibt es Schlafsessel und Sitzkissen, bei denen auch die Farbgebung dem Kundenwunsch überlassen ist, und wer es so richtig schön japanisch mag, der kann sein Futon direkt mit einer Tatami-Matte kombinieren. In Japan erfüllt der Futon auch einen ganz praktischen Zweck: Man kann ihn zusammenfalten und im Schrank verstauen, wodurch sich tagsüber die Wohnfläche vergrößert. Für diesen Zweck bietet Ekomat einen zusammenfaltbaren Gästefuton an, und der Reisefuton kann gerollt werden wie ein Schlafsack - und ist zweifellos gemütlicher als eine billige Luftmatratze. Trotz der Vielfalt und Individualität sind die Preise bei Ekomat mehr als human: Eine simple Matratze aus Baumwolle mit Kokoskern gibt es schon ab knapp über hundert Euro.

Autor: Gerrit Wustmann