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Während die Masse der Hersteller, die auf der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne ihre Neuheiten ausstellen, den Schwerpunkt auf das Matratzen-Innenleben legen, widmen sich andere ganz dem Design. Nacht-Leben aus Aue bietet Design made in Germany. In den drei Hauptkategorien Massiv, Futon und Design werden elegante, originelle und höchst modern wirkende Bettrahmen präsentiert. Vor allem die Verschiedenartigkeit und der Ideenreichtum der Modelle wissen zu überzeugen und heben sich angenehm von den Einheitstrends ab.
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Ein Schlafsofa sieht in der Regel erstmal aus wie ein gewöhnliches Sofa, das sich bei Bedarf verlängern, auseinanderklappen, neu formieren lässt, um Liegefläche zu bieten. Designer Klaus Mildenberger hat sich für sein Multifunktionsmöbel „Boogie“ mehr Gedanken gemacht, er hat im wahrsten Sinne des Wortes um Ecken und Kurven gedacht. Das edle Bett aus massiver Buche setzt auf sanfte geschwungene Kurven, glatte Kanten, klare Formen und unaufdringliche Eleganz. Und funktional ist es obendrein auch noch: Nur zwei Handgriffe sind nötig, um die Sofa-Rückenlehne herunterzuklappen und das Sitzmöbel zum Schlafmöbel zu transformieren.
Boogie ist eines der Betten, für die Nacht-Leben eine Vertriebslizenz für Deutschland erworben hat. Das Konzept, das hinter dem Label von Geschäftsführer Frank Gerstmann steckt, ist so simpel wie schlüssig: Ein Teil der Bettrahmen stammt aus eigener Entwicklung, ein weiteres Segment sind in Lizenz vertriebene Rahmen externer Designer. Obwohl das Oeuvre eine enorme Bandbreite aufweist, ist doch eine klare Linie zu erkennen, die vor allem auf Originalität und das Außergewöhnliche setzt, das aber nie überdreht wirkt. Jedes einzelne der Designstücke kann man sich problemlos im heimischen Schlafzimmer vorstellen.
Ein Eigenentwurf ist der Tatami-Rahmen Myako, der im Gegensatz zur heute üblichen Verwestlichung ganz auf die Ursprünglichkeit japanischer Futons setzt: Die Oberfläche besteht aus Igusa Gras, der Unterbau aus Reisstroh, der Rahmen ist wahlweise aus Birke, Buche oder massiver Kirsche erhältlich. So außergewöhnlich wie die Gestaltung sind nicht selten auch die Materialien. Der niedrig liegende Bettrahmen „Solitär“ beispielsweise besteht aus Gummibaumholz mit Abacá-Lackierung, also auf Hanf-Basis.
Das von Martin Braun entworfene „Satori“ ähnelt in seiner Geradlinigkeit entfernt einem Heliport, auf den ine Matratze aufgelegt wird, die breite Ablagefläche ist nicht nur praktisch, sondern auch stylisch, eine Rückenlehne ist optional. Thomas Dorsch-Jörgers „Assari“ stützt das massive Kirschbaum-Bett mittels zweier glänzender Edelstahl-Stangen auf vier Blöcke aus Taunusschiefer.
Die verwendeten Hölzer und Oberflächen sind bei vielen Betten optional, die Auswahl liegt beim Kunden, ebenso die Art der Lackierung. Hergestellt werden die Betten sowie Sonderanfertigungen auf Wunsch im Erzgebirge, wobei während der Produktion und der Rohstoffgewinnung auf Nachhaltigkeit großen Wert gelegt wird. Die Energieversorgung der Produktion läuft über Photovoltaik und Verbrennung von Holzabfällen. Das klingt nach einem runden Konzept, welches sich deutlich von der Konkurrenz abhebt. Die Ausstellungsstücke von Nacht-Leben waren auf der diesjährigen IMM Cologne ein klarer Blickfang, mit dem kaum ein anderer Hersteller konkurrieren konnte.
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Autor: Gerrit Wustmann |