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Ein Wasserbett individuell auf den Nutzer einstellen - damit werben so einige Hersteller. Harmony stellt nun ein neues System namens Multidorm vor, das mit Hilfe von aufblasbaren Luftkissen die Eigenschaften des Bettes optimieren soll. Eine richtige Befüllung und Beruhigung wird dadurch aber nicht ersetzt.
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"Es gibt viele Mitbewerber, die ihren Kunden so ein System als ein Muss verkaufen, mit dem das Wasserbett optimal auf den Nutzer eingestellt werden kann", sagt Ludger Hambrock von Harmony Wasserbetten. Aber: "Das ist Unsinn, dazu taugt so etwas überhaupt nicht. Keine Zusatzkomponente kann die richtige Füllmenge und die für den Nutzer optimale Vliesberuhigung ersetzen."
Solch kritische Töne bei der Vorstellung eines neuen Produkts? Bei Harmony ist man offenbar ehrlich zu seinen Kunden. Harmony sieht sein neues System Multidorm als sinnvoll für ganz bestimmte Zwecke an. Aber was ist Multidorm überhaupt?
Es handelt sich dabei um zwei Luftkammern, die unter der Wassermatratze installiert werden, und die per Fernsteuerung auf bis zu 99 Millibar aufblasbar sind. "Auf der höchsten Stufe sind die Kissen richtig hart, so dass man sich darauf abstützen kann ohne dass sie nachgeben", sagt Hambrock. Bei Harmony wird Multidorm vor allem im Wasserbettenstudio verwendet, um den Interessenten einen besseren Eindruck der Liegeeigenschaften vermitteln zu können: "Ausstellungsbetten sind selten auf den abgestimmt, der probeliegt. Durch das Aufblasen der Luftkissen kann eine Optimierung erreicht werden. Beispielsweise kann man damit eine alternative Lumbar-Unterstützung simulieren, oder auch eine andere Füllmenge."
Als Hotel- oder Gästebett-Komponente eignet sich Multidorm daher ebenfalls. Ein Wasserbett mit häufig wechselnden Nutzern kann so zumindest teilweise auf die einzelnen Personen abgestimmt werden. "Außerdem könnte es für ältere Menschen interessant sein, die Probleme beim Ein- und Ausstieg haben, da sie sich im Wasserbett nicht richtig abstützen können. Multidorm lässt sich stufenlos innerhalb von Sekunden aufblasen. Der entstehende Widerstand bietet Stützfläche – und sobald man im Bett liegt, kann man die Luft wieder hinauslassen." Einen optionalen Stützeffekt biete es beispielsweise auch Menschen mit Rücken- oder Nackenschmerzen. Hambrock: "Die Luftkissen können nach Bedarf positioniert werden, also beispielsweise im Nackenbereich. Dort können sie soweit mit Luft gefüllt werden, wie es für den Nutzer angenehm ist. Dieser Wert kann dann in der Fernbedienung gespeichert und immer wieder abgerufen werden."
Hambrock sieht ein System wie Multidorm folglich als eine optionale Unterstützung, die nur in bestimmten Bereichen sinnvoll ist und einen tatsächlichen Vorteil birgt. "Man soll sich nicht einreden lassen, dass sich hierüber effektiv die Beruhigung steuern lässt. Das kann nur die richtige Anzahl Vliese." Und wenn man nun ein Bett kauft und erst hinterher merkt, dass man sich in der Anzahl der Vliese geirrt hat? "Dann tauschen wir die Matratze kostenlos aus, beziehungsweise berechnen lediglich die Differenz der zusätzlichen Vliese."
Gerrit Wustmann