Wasserbett-Heizungen im Vergleich

Karbonheizung, Aluminium-Heizung, Folienheizung, Thermovlies


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Große Vielfalt: Wasserbett-Heizsysteme

Wasserbett-HeizungenEine wichtige Frage, die sich jeder Wasserbettennutzer stellt, ist die Frage nach dem richtigen Heizsystem. Der Markt ist umkämpft, und an Ideen und Innovationen, mit denen um potentielle Kunden geworben wird, mangelt es nicht. Während einige Bettenhersteller standardmäßig eigene Heizungen verwenden, arbeiten andere mit externen Produzenten zusammen. Schlafen Aktuell stellt Ihnen vier interessante Systeme vor…

2009 scheint ein Jahr der Neuerungen zu werden – zumindest im Bereich der Wasserbettenheizungen. Der schwäbische Hersteller T.B.D. der Brüder Andrejel und Miko Zajac, deren variantenreiche Carbon Heater bereits eine etablierte Größe sind, kündigt für Ende des Jahres eine Weiterentwicklung an. Das Besondere soll neben neuem Design eine durch ein Laminierungsverfahren erhöhte Festigkeit bei gleich bleibender Flexibilität sein, so dass das Heizelement unter die Matratze geschoben werden kann, ohne dass vorher Wasser abgepumpt werden muss.  Die Fortschritte in Forschung und Herstellung sorgen für ein neues Qualitätslevel, so Andrejel Zajac. „Die unterschiedlichen Versionen der Carbonheizung sind mit fast jedem Wasserbett nutzbar.“ Zudem zeichne sie hohe Effizienz und ein sehr geringer Energieverbrauch aus. Darauf setzen zahlreiche auch ausländische Wasserbettenproduzenten wie etwa Jorck & Larsen aus Dänemark (siehe auch: „Komfort aus Dänemark“).


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Tasso-Betten des Recklinghausener Herstellers Vontana nutzen hingegen die hauseigene Keramik-Aluminium-Heizung, mit der jedes Tasso-Wasserbett ausgestattet ist. „Es handelt sich dabei um eine einseitig heizende Heizung, bei der man sich auch Gedanken gemacht hat, dass die Wärme zu einhundert Prozent nach oben kommt“, sagt Jens Pläster. „Alle Betten haben innenliegend einen 1cm dicken Thermoboden, der die im Wasser nach unten sinkende Wärme nach oben katapultiert und nicht verschwinden lässt, damit der Kunde die laufenden Kosten sehr gut unter Kontrolle behalten kann.“ Diese Eigenart unterscheidet die Tasso-Heizung vom System der Zajac-Brüder, das über eine integrierte automatische Temperaturkontrolle nur punktuell heizt. Das bedeutet, dass die Heizung immer dann aktiv wird, wenn das Thermostat ein Absinken der Temperatur unter einen voreingestellten Wert misst – sobald dieser Wert wieder erreicht ist, schaltet sich der Carbon Heater von selbst aus, während man bei Tasso Wert darauf legt, dass das eigene System ohne Drähte und Kabel auskommt und keine elektrische Korrekturschaltung benötigt. Allerdings findet die Keramik-Aluminium-Heizung einzig und ausschließlich in Tasso-Betten Anwendung. Pläne, die Heizung auch für Betten anderer Hersteller verfügbar zu machen, gebe es zur Zeit nicht.

Die Folienheizung Calore der flextem GmbH aus Bobenheim-Roxheim arbeitet, ähnlich wie das von T.B.D., mit elektrischer Temperaturregulierung und digitaler Steuertechnik. Als besonderes Merkmal nennt der Hersteller extrem niedrige magnetische Wechselfelder. Der Temperaturbereich ist auf minimal 27°C und maximal 39°C beschränkt. Wesentlicher Unterschied ist, dass die Firma flextem nicht wie Tasso oder T.B.D. auf Wasserbetten bzw. Wasserbettheizungen spezialisiert ist, sondern ihre Folienheizungen so ausrichtet, dass sie in zahlreichen Einsatzgebieten zur Anwendung kommen können – so gibt es beispielsweise spezielle Varianten für Haushaltsgeräte, die Medizintechnik oder auch die Automobilindustrie.

Eine ganz andere Innovation stellte Akva Waterbeds aus Dänemark erstmals im Zuge der IMM Cologne im Januar 2009 der Öffentlichkeit vor: Das Low Energy Top (LET), das laut Thomas Wiese derzeit noch auf Herz und Nieren geprüft wird, soll voraussichtlich noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Die nur wenige Millimeter dicke hochisolierende Vliesauflage benötigt keinen Strom, sondern heizt sich durch die körpereigene Wärme auf. Versuche hätten gezeigt, dass das Zuschalten der eigentlichen Heizung mit dem LET nur noch in den kältesten Monaten nötig sei. „Da der Energieverbrauch von Wasserbetten nicht linear ansteigt, und wir gerade im Bereich zwischen 27° und 30° vielleicht sogar schon eine Verdoppelung haben, ist das Einsparungspotenzial schon sehr groß, wenn man statt 30° oder 29° die Heizung auf 26, 27° absenken kann“, sagt Wiese.

Schlafen Aktuell empfiehlt Wasserbettenbesitzern, sich vor dem Kauf eingehend mit den verschiedenen Systemen zu befassen und die jeweiligen Vor- und Nachteile mit den persönlichen Bedürfnissen abzugleichen, um individuell das beste Ergebnis und die höchste Zufriedenheit erreichen zu können.

Gerrit Wustmann