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Luftbetten bieten einen hohen Liegekomfort, wobei - ähnlich zu Wasserbetten - die Wirbelsäule und die Gelenke geschont werden sollen. Die vielseitig einsetzbaren Matratzen versprechen hohen Komfort. Lohnt sich der Wechsel?
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Luftbetten kann man sich als aufwendig verarbeitete Luftmatratzen vorstellen. Wer jedoch einen Blick ins Innere riskiert, wird schnell feststellen, welch sensible Technik dahinter steckt. Mehrere Zylinder oder Kammern verteilen die Luft gleichmäßig im Inneren der Matratze. Auch Luftbetten bieten die üblichen Varianten wie zum Beispiel die 7-Zonen Matratze an. Hier wird in den Zylindern mit Hilfe von Schaumstoffeinlagen ein unterschiedlich hoher Druck erzeugt, was sich auf den Körper auswirkt. Aber alleine durch den Umstand, dass Luft nachgiebiger ist als andere Materialien, sollen sich Luftbetten besonders für Menschen mit Rückenleiden eignen. Der Effekt soll dem des Wasserbettes ähneln. Wie bei Wasserbetten-Welt in Trier zu erfahren ist, bieten Luftbetten „perfekte Anpassungsfähigkeit“ an den Körper, was sich beim System „Matrair“ auch individuell einstellen lässt. Die Technik erinnert dabei in der Handhabung an die Wärmefolien von Variowell (siehe auch: Variowell: Einstellbare Matratzenhärte). Der Kern ist formfest und verhindert Kuhlenbildung, so dass auch das Wenden der Matratze überflüssig werden soll.
Auch Aufbau und Gewicht sind wesentlich geringer als beim Wasserbett. Die Luft wird einfach abgelassen, das Luftbett gefaltet und am neuen Ort wird es wieder an die Luftpumpe angeschlossen.
Mit einem Preis zwischen 900 und 1500€ je Matratze zuzüglich elektrischer Luftpumpe ist die Anschaffung eines Luftbettes auch wesentlich kostengünstiger als die eines Wasserbettes, zumal man keinen neuen Rahmen benötigt, da die Matratzen in fast jedes System eingefügt werden können.
Aufpassen sollte man hier jedoch, wenn man sie in ein ehemaliges Wasserbett legen möchte. Hier werden spezielle Folien benötigt und eventuell müssen sogar Löcher gebohrt werden um eine ausreichende Durchlüftung zu ermöglichen und somit der Schimmel- und Stockfleckenbildung vorzubeugen. Beim Einsatz auf Latten- oder Federrosten gibt es keinerlei Bedenken. Auch in Unterhalt und Wartung ist ein Luftbett wesentlich sparsamer. Höchstens die Luftpumpe muss gegebenenfalls hin und wieder überprüft werden. Die Betten kommen ohne Heizung aus und auch die Luftpumpe muss nicht ständig ans Stromnetz angeschlossen sein. Die Materialien sind in der Regel sehr belastbar, so braucht man sich keine Sorgen machen, dass dem Bett nachts die Luft ausgeht. Laut Bodo Pelster von dreamtec hält ein Luftbett je nach Material bis zu 10 Jahre. Die Qualität der zur Zeit auf dem Markt befindlichen Matratzen habe ein gleich bleibendes Niveau, da sich Billiganbieter aus Asien, anders als bei anderen Produkten, bisher noch nicht durchsetzen konnten.
Ob der Liegekomfort letztlich an den eines Wasserbettes heranreicht ist eine Frage der subjektiven Empfindung. Für Ehepaare, die sich unschlüssig sind, und einer dem Wasser- der andere dem Luftbett zugetan ist, bieten Hersteller wie Bodyform oder dreamtec auch Lösungen an, in denen Wasser- und Luftbett verbunden werden. Die Übergänge sind kaum zu spüren, ähnlich wie bei normalen Matratzen. Und so kann letztlich jeder Ehepartner so liegen, wie er es als angenehmer empfindet.
Angela Schulz