In diesem thread möchte ich meine Erfahrungen teilen, die ich mit meinem neu erworbenen Bett gemacht habe.
Letztes Jahr habe ich mir ein Boxspringbett der Firma King Koil gekauft, in welchem ich jetzt seit etwa sechs Monaten schlafe. Es handelt sich um die Senator Matratze und den Boxspringunterbau in Sonderhöhe, jeweils im Format 140 x 220 cm.
Im Nachfolgenden schildere ich Euch von der ersten Kontaktaufnahme über die Kaufabwicklung bis hin zur Beschreibung des Liegegefühls alles wissenswerte.
VORGESCHICHE:
Als der Kauf eines neuen Betts anstand, habe ich angefangen, mich über verschiedene Betten zu informieren und war mir dann irgendwann sicher, daß ich ein Boxspringbett haben möchte. Diese teilweise ultrahohen (bis zu knapp 40 cm) Matratzen und das angeblich unbeschreibliche Liegegefühl hatten es mir angetan, also habe ich angefangen, mich auf diese spezielle Nische zu konzentrieren.
Relativ zu Beginn bin ich da schon auf die Firma King Koil aufmerksam geworden, die mit unschlagbarem Preis-/Leistungsverhältnis wirbt ("... noch nie in Deutschland so viel Bettenluxus für so wenig Geld gab") und behauptet, "echte" Boxspringbetten zu bauen. Mich hat damals aber deren Homepage bzw. die etwas reißerische Aufmachung derselbigen abgeschreckt und vor allem die Tatsache, daß diese Firma 100.- Euro Schutzgebühr verlangt, wenn man selber vor Ort deren Betten probeliegen möchte.
Deswegen hat sich meine Suche vorerst auf Bettenhäuser in der Region und diverse Möbelhäuser beschränkt und ich hätte sogar schon fast ein Boxspringbett bei einem Möbelhaus für etwa 4.500.- Euro gekauft.
Mir hat allerdings dieses Bild von diesen extrem hohen Boxspringmatratzen, wie sie u. a. von King Koil angeboten werden, keine Ruhe gelassen, denn sämtliche von mir bis dahin getesteten Boxspringbetten hatten keine solch hohen Matratzen. Und ich habe mir gedacht, bevor ich ein Bett kaufe, muß ich wenigstens mal in einem King Koil Bett gelegen haben, die eben solche Matratzen haben, noch dazu angeblich so konkurrenzlos günstig sein sollen und "echte" Boxsprings sind.
Letzten Endes dazu durchgerungen habe ich mich glaube ich u. a. deshalb, weil es mir zu diesem zu diesem Zeitpunkt dann auch fast egal war, daß ich 100.- Euro Eintritt plus Reisekosten bezahle, um ein Bett von denen probeliegen zu können. Denn ich hätte kurz davor fast schon ein Bett im Wert von etwa 4.500.- Euro in einem Möbelhaus gekauft, was über 1.500-. Euro mehr gewesen wären als das teuerste King Koil Bett. Würde sich also der Besuch bei King Koil als Treffer erweisen und ich würde tatsächlich ein Bett bei ihnen bestellen, hätte ich trotz den ganzen zusätzlichen Kosten immer noch einen ganzen Batzen Geld gespart. Außerdem konnte ich die Reise mit Besuchen in anderen Möbelhäusern verbinden und mich dort noch nach anderen Betten umsehen.
Das war eben meine Überlegung damals und so habe ich eben dort angerufen und einen Termin vereinbart, der dann auch schon wenige Tage später realisiert werden konnte.
BERATUNGSGESPRÄCH/PROBELIEGEN:
Als ich hinkam, wurde ich von einer jungen Dame freundlich empfangen und konnte mich dann die ersten zwei oder drei Minuten alleine dort umsehen, weil sie Herrn Mötzung, der das Beratungsgespräch führt, holen ging. Also habe ich mich in einfach mal in ein Bett gelegt und habe gleich gemerkt, daß dies genau das ist, was ich suche und was die Leute wohl gemeint haben, wenn sie von "echten" Boxspringbetten geredet haben. Ganz anders als die ganzen anderen vorher von mir getesteten Boxspringbetten, viel angenehmer und mit diesem vorher schon so oft gehörtem, aber noch nie selbst erlebtem Einsinkgefühl.
Herr Mötzung kam dann und erzählte mir zu jedem Bett etwas und ließ mich alle Betten probeliegen, die ich wollte. Am Ende des Beratungsgesprächs war ich froh, daß ich hergefahren war und ich war mir sicher, daß ich ein Bett von King Koil kaufen werde.
Beim Beratungsgespräch mit Herrn Mötzung hab ich dann nochmal diese Sache mit den 100.- Euro Schutzgebühr zur Sprache gebracht und die Tatsache, daß die im Falle eines Kaufs nicht angerechnet werden, woraufhin mir Herr Mötzung eine einleuchtende Erklärung gegeben hat. Laut seiner Aussage ist die Firma King Koil primär eigentlich auf den Absatz von großen Stückzahlen an Hotelketten ausgerichtet und macht den Verkauf von einzelnen Betten an den Endverbraucher quasi so nebenher. Sie haben nur einen kleinen Verkaufsraum, keinen permanent geöffneten Laden und Beratungsgespräche werden ausschließlich nach Termin gemacht von einer einzigen Person (ihm selber), die scheinbar auch noch andere Aufgaben in der Firma hat.
Ein Möbelhaus dagegen hat mehrere tausend Quadratmeter Ausstellungsfläche, die beheizt und beleuchtet werden müssen und -zig Verkäufer, die permanent vor Ort sind und bezahlt werden müssen. Die Kosten für das alles sind bei den Möbelhauspreisen mit im Preis enthalten, weswegen ein in etwa vergleichbares Bett dort auch wesentlich mehr kosten würde. So sind die 100.- Euro also quasi als Entlohnung für das Beratungsgespräch anzusehen, falls man denn eines möchte (man muß ja nicht).
Also für mich ist diese Erklärung zwar einerseits schlüssig, und das mit den Preisen kann ja jeder selber mit eigenen Augen sehen, indem er selber vergleicht. Andererseits denke ich doch, daß es das nicht unbedingt bräuchte. Es würde bestimmt besser bei den Kunden ankommen, auf die 100.- Euro zu verzichten und diesen Betrag auf die Preise bei den Einzelkomponenten des Betts draufzuschlagen. Aber möglicherweise passt das mit dieser Schutzgebühr einfach besser zur gesamten Philosophie und Art und Weise, wie man bei King Koil Betten ansieht und kauft. Es ist eben kein offener Verkaufsraum eines Geschäfts, in das man unangemeldet rein und raus gehen kann, wie man möchte. Man kommt dort nur mit Anmeldung hin und beim Beratungsgespräch sind auch keine anderen Interessenten/Kunden anwesend.
Innerhalb des Beratungsgesprächs hat mir Herr Mötzung übrigens auch zweimal zu verstehen gegeben, daß es ihm eigentlich ziemlich egal sei, ob ich jetzt letzten Endes wirklich ein Bett kaufe oder nicht, den Löwenanteil des Umsatzes würde wie gesagt das Hotelgeschäft einbringen. Würde jetzt auf keinen Fall sagen, daß es unhöflich von ihm formuliert war, aber da wusste ich, woran ich bin.
Habe ich aber nichts dagegen, denn mir ist es lieber, wenn einer gerade heraus ist und klare Verhältnisse herrschen. Und sein Handwerk als Verkäufer versteht Herr Mötzung definitiv, das Beratungsgespräch war auch ganz angenehm und informativ. Er hat mir wirklich zu jedem einzelnen Bett was gesagt und ihm war wichtig, daß ich am Ende auch in jedem Bett gelegen war.
Ein paar Tage später habe ich dann die Bestellung aufgegeben und genau sechs Wochen später kam das Bett an. Da ich Selbstabholung gewählt hatte (weil mir die 179.- Euro für die Lieferung per Spedition zu viel waren), bin ich mit einem Anhänger dorthin gefahren und habe das Bett abgeholt.
AUFBAU/ANLIEFERUNG:
Nachdem mein Bett endlich da war und ich es abgeholt hatte, ging's ans Aufstellen. Ging recht unproblematisch, allerdings habe ich es wirklich nur ganz knapp überhaupt in die Wohnung bekommen, da das Boxspringunterteil das höchste ist, was es bei King Koil gibt und es dementsprechend sperrig war. Wir hätten es fast nicht (aufgrund unseres teilweise etwas engen Treppenhauses) durch die Wohnungstür bekommen, aber mit etwas schräg halten/hochkant aufrichten ging's dann doch gerade so rein. Aber das sollte man vorher echt checken, ob man es auch wirklich in die Wohnung bekommt, sonst hat man möglicherweise ein Problem. Auch ist das ganze Bett relativ schwer, allein die Matratze wog glaube ich etwa 80 Kg.
Als mein Kumpel und ich das Bett aufgestellt hatten, mussten wir beide herzhaft lachen, weil das einfach nur ein absurd großer Klotz von einem Bett ist. Wenn ich mich bspw. mit meinen knapp 2 m auf die Bettkante setze, berühren meine Füße den Boden nicht mal. Es sind halt wirklich 81 cm vom Boden bis zur Matratzenoberkante, einfach himmlisch.





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