Ich bin mir nicht so sicher, dass ein Wasserbett wirklich ergonomisch für die Wirbelsäule immer besser ist, als ein herkömmliches Bett und will mal versuchen eine Sichtweise zur Diskussion zu stellen.
Vorab erstmal einige Annahmen/Zugeständnisse:
1. Ja das Wasserbett verteilt den Druck optimaler, die Punktbelastung sinkt, das ist besser für die Blutzirkulation.
2. Ich gehe von einem optimal eingestellten Bett aus..
Nun die Theorie: Das Wasserbett arbeitet nach dem Verdrängungsprinzip - nach dem Prinzip, wie auch Schiffe auf dem Wasser "schweben". Dabei entspricht das gewicht des verdrängten Wassers genau dem gesamtgewicht der Masse die darauf schwimmt. Ergo verdrängt ein 80kg schwerer Mann 80l Wasser. Dies ist die Menge, die von einem vollem (=oberkante) Wasserbett abgezogen wird, um die optimale Füllmenge zu erreichen.
Schwere Teile sinken weiter ein, leichtere weniger.
Stellen wir nun zwei Fälle gegenüber (siehe auch Grafik anbei). Im Fall a) eines normalgewichtigen Menschens ist alles noch recht normal, alle Teile sinken etwa bis zu ihrer Mittelachse in das Wasser ein, so wie die gleichgroßen Perlen einer Perlenkette: Der Verbindungsschnur stellt sich dann als eine Grade dar.
Im Fall b) (Übergewichtiger Mensch, mit zum Beispiel Bauch). ist das Gewicht nicht gleichmässig um die Mittelachse verteilt, sprich der Bauch ist vorn, nicht hinten am Rücken. Vergleichbar ist das mit einer Perlenkette mit unterschiedlich großen Perlen: Die kleinen Perlen sinken zur Hälfte ein, die großen auch zu ihrer Hälfte. Auch hier stimmt es: die Perlenschnur stellt eine Grade dar.
Nun aber zu dem übergewichtigen Menschen. Mit ihm geschieht das selbe wir mit der Perlenketten mit den unterschiedlichen Perlen. Die großen schweren Teile sinken weiter ein, bis zum Mittel, die leichteren nur weniger.
Zwar sinken alle Teile somit gleichmässig bis zu ihrem Mittel ein, ABER(!) Die Wirbelsäule verläuft NICHT in der Mittelachse des Körpers, sondern eher an der Rückseite!
Sprich das größere Gewicht des Bauches (oder Perle) sorgt dafür, dass dieser Teil weiter einsinkt und die Wirbelsäule gebogen wird. Die angehängte Grafik illustriert dies.
Somit wird zwar die Last auf der Fläche optimal verteilt, aber es kommt nicht zu einer optimalen Lagerung der Wirbelsäule.
Gefühlt: Klappmesser
Im Vergleich mit einem konventionellen Bett, kann in dieser Zone eine übermässig starke Unterstützung gewählt werden, um das Einsinken dort zu reduzieren. Bei einem Wasserbett geht dies nicht.
Die "Kosten" für so eine zonenmässige stärkere Unterstützung ist natürlich eine ungleichmässigere Punktbelastung.
Was denken die Experten hier? Völliger Unsinn, oder ist da was dran?
Dies ist nur meine Theorie, also nichts wissenschaftlich mit Studien belegtes.. Jedoch haben alle Studien, die ich gefunden habe diesen Effekt nicht behandelt.
Anbei die Grafiken, wie ich das meine. Im Falle b) ist zu erkennen, dass das Gewicht des Bauches ein tieferes Einsinken verursacht und damit die Wirbelsäule im hinteren Bereich des Rückens in eine Bogenform zwinkt.









